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Die Foxes ließen Frisk Asker keine Chance. © HC Bozen

Trotz 45 Strafminuten: HCB erfüllt die Pflicht

Der HCB Südtirol Alperia hat in der Champions Hockey League erneut keine Glanzleistung geboten, aber den zweiten Sieg in ebenso vielen Spielen eingefahren.

Nur zwei Tage nach dem knappen Erfolg in Jastrzebie stand für die Mason-Truppe bereits das nächste Spiel an. Im 1633 Kilometer entfernten Asker nahe Oslo maßen sich die Füchse gegen den norwegischen Meister der Saison 2018/2019, der sein Auftaktmatch gegen Red Bull Salzburg klar mit 2:6 verloren hatte. Am Sonntag präsentierte sich Frisk verbessert und bot Bozen, das sich das Leben durch unzählige Strafen unnötig schwer machte, zumindest teilweise die Stirn. Letzten Endes überwog jedoch die größere Qualität, die den Foxes zum 5:1-Sieg verhalf.


Von den Reisestrapazen war in der 2400 Fans fassenden Askerhalle (zunächst) nichts zu sehen. Die Gäste übernahmen sofort das Zepter und schnürten die Tiger in deren Defensivzone ein. Folgerichtig schossen sich Daniel Frank & Co. schnell in Führung: Der im Powerplay nicht attackierte Dustin Gazley nützte seinen Freiraum in halbrechter Position und bezwang Frisk-Goalie Nicklas Dahlberg unter der Fanghand (2.). Kurz darauf hatten die Foxes die Möglichkeit auf das 2:0, doch der entwischte Daniel Catenacci wurde in letzter Sekunde mit einem Foul gebremst. Hatten die Weiß-Roten in den ersten 10 Minuten noch alles im Griff, so änderte sich dies zum Ende des Abschnittes. Frisk erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen, ging mit diesen aber äußerst fahrlässig um. Torhüter Kevin Boyle, der sein HCB-Debüt feierte, hatte am 1:0-Halbzeitstand mit etlichen tollen Paraden seinen Anteil.

Catenacci verliert die Nerven
Das zweite Drittel begann dann mit einer unschönen Szene. Kaum hatte der Schiedsrichter den Puck eingeworfen, stach Catenacci einen Gegner mit dem Schläger nieder. Mit Hilfe des Videobeweises wurde der Italo-Kanadier mit einer Disziplinarstrafe vom Spiel verbannt. Obwohl Bozen nun beileibe nicht mehr so stark spielte wie noch in der Anfangsphase, erhöhte es durch einen Alleingang von Brett Findlay auf 2:0 (22.). Wenige Augenblicke später belohnten sich die Tiger für den Aufwand und verkürzten dank einer Kombination, die von Mikkel Christiansen veredelt wurde, auf 1:2 (25.). Die Foxes verloren nun völlig den Faden, kassierten drei weitere Strafen und mussten sich beim starken Boyle bedanken, dass Frisk nicht den Ausgleich schaffte.

Headcoach Doug Mason fand in der Pause aber offensichtlich die richtigen Worte. Plötzlich war der HCB in den Zweikämpfen präsent, ließ die Scheibe gut laufen und machte dank eines Doppelschlages alles klar. Zuerst fälschte Joseph Mizzi einen DeHaas-Schuss ins Tor ab, dann überraschte Frank den nicht gut aussehenden Dahlberg mit einem Schuss aus spitzem Winkel (45.). Obwohl die Entscheidung nun gefallen war, gerieten die beiden Teams, wie etwa beim 5:1, weiterhin aneinander: Während Mizzi und ein Norweger sich in der eigenen Zone Nettigkeiten austeilten, spielten Gazley und Torschütze Simon Pitschieler einen Konter mustergültig zu Ende (56.). Eine Reaktion der resignierten Skandinavier blieb aus. Bozen gewann trotz 45 Strafminuten (!) und einer ausgeglichenen Schussstatistik von 40:42 mit 5:1.
Champions Hockey League
Frisk Asker – HCB Südtirol Alperia 1:5
Tore: 0:1 Gazley (1.33), 0:2 Findlay (21.36), 1:2 Christiansen (24.07), 1:3 Mizzi (44.02), 1:4 Frank (44.45), 1:5 Pitschieler (55.47)

Schlagwörter: Eishockey HC Bozen

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