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Die Formkrise von Glen Metropolit steht stellvertretend für das HCB-Tief (Foto: DLife) Travis Oleksuk ist für das KAC-Match fraglich

Was ist los beim HC Bozen?

4 Niederlagen in 5 Pick-Round-Spielen, 5 Gegentore im Schnitt und zuletzt ein Auftritt gegen den KAC, der selbst den treuesten Fans bitter aufgestoßen hat. Der Status quo beim HCB Südtirol gibt ausgerechnet jetzt, unmittelbar vor der entscheidenden Meisterschaftsphase, große Rätsel auf. Eine Reaktion der weiß-roten Cracks am Samstag in Klagenfurt ist unabdinglich.

Die knapp 2.600 Zuschauer übten sich am Donnerstagabend in der Eiswelle in Geduld und Nachsicht. Pfiffe waren im weiten Rund, trotz der teils indiskutablen Leistung einiger Spieler beim 3:6 gegen Klagenfurt, kaum zu vernehmen. Im Gegenteil: Bis zur Schlussminute wurden die Mannen auf dem Eis nach vorne gepeitscht. Die Stimmung im Bozner Eisstadion könnte ab schon bald kippen, sollte sich an den Auftritten der Foxes nicht etwas Grundlegendes ändern.


Es hakt im Mannschaftsgefüge

Ausgerechnet jetzt, wo doch die „fünfte Jahreszeit“ kurz bevorsteht, offenbaren sich beim HCB gleich eine ganze Reihe an Baustellen: Einige Leistungsträger, allen voran die vermeintlichen Leistungsträger Glen Metropolit, Mikko Luoma und Clark Seymour, sind meilenweit von ihrer Bestform entfernt bzw. durch Verletzungen gebremst (Luoma, Travis Oleksuk, Nick Palmieri); der häufig alleingelassene Goalie Marcel Melichercik hat ebenfalls bereits bessere Spiele bestritten; die gegnerischen Angriffsblöcke hatten gegen unkonzentriert und behäbig agierende HCB-Defensivspieler zuletzt stets leichtes Spiel. Das größte Manko allerdings ist schnell ausgemacht: Dem Bozner Team fehlt der Zusammenhalt. Anders ist es nicht zu erklären, das Totalausfälle in den eigenen Reihen nicht kompensiert und von den restlichen Kaderspielern nicht abgefangen werden. Der gängige Slogan „alle für einen, einer für alle“ scheint den HCB-Spielern, insbesondere einigen ausländischen Cracks, fremd zu sein. Das vielzitierte Siegergen, das den HC Bozen über Jahre hinweg ausgezeichnet und vor drei Jahren auch zum EBEL-Meistertitel geführt hat, ist offenbar verloren gegangen.

Nun liegt es an Coach Tom Pokel, das Ruder rumzureißen. Er muss es – ausgestattet mit der weiterhin vorhandenen Rückendeckung der Vereinsführung – schaffen, die Risse im Teamgefüge zu kitten und eine eingeschworene Einheit zu formen. Allerdings scheint dem erfahrenen Amerikaner, nach zuletzt umstrittenen Personalentscheidungen, das Vertrauen der eigenen Schützlinge abhandengekommen zu sein. Diese Schlüsse lassen sich aus den bisherigen Zwischenrundenspielen ziehen.


In Klagenfurt schlägt die Stunde der Wahrheit


„Wir müssen als Mannschaft agieren und den Vorgaben den Trainers folgen, dann wird der Erfolg zurückkommen, sonst wird es schwierig“, weiß Alexander Egger. Einen bedeutenden Schritt raus aus der Krise können der HCB-Kapitän und seine Mitspieler bereits am Samstag im Retour-Spiel gegen den Klagenfurter AC setzen. Wenngleich der so wichtige vierte Platz in weite Ferne gerückt ist, ist das Duell im Messestadion am Wörthersee von enormer Bedeutung. Der HCB hat nämlich die Chance, sein wahres Gesicht zu zeigen und die mitgereisten Fans für ihre Leidensfähigkeit der vergangenen Wochen zu belohnen.



Die EBEL-Spiele von Samstag, 4. Februar:

Lubljana - Dornbirn (16.15 Uhr)
Znojmo - Fehervar (17.30 Uhr)
Klagenfurt - Bozen (19.15 Uhr)
Linz - Innsbruck (19.15 Uhr)
Vienna - Salzburg (19.30 Uhr)


Die Tabellen:

Pick Round
1. EC Red Bull Salzburg 15 Punkte
2. UPC Vienna Capitals 13
3. EHC Liwest Black Wings Linz 11
4. EC Klagenfurter AC 9
5. HC TWK Innsbruck ‚Die Haie‘ 6
6. HCB Südtirol Alperia 4

Qualification Round
1. Moser Medical Graz99ers 16 Punkte
2. HC Orli Znojmo 11
3. EC Villacher SV 9
4. Fehervar AV 8
5. HDD Olimpija Ljubljana 7
6. Dornbiner EC 7



SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews

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