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Simon Pitschieler und der HCG kämpfen um den Finaleinzug. © Matthäus Kostner

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Simon Pitschieler und der HCG kämpfen um den Finaleinzug. © Matthäus Kostner

„Zell am See ist immer noch der Favorit“

Was noch vor wenigen Wochen undenkbar erschien, könnte am Dienstagabend Wirklichkeit werden: Die Finalteilnahme des HC Gherdëina in der Alps Hockey League (AlpsHL). An dieses Traumszenario denkt Sportdirektor Joel Brugnoli aber noch nicht, denn er weiß um die Qualität des amtierenden Meisters Zell am See.

Mit dem Erreichen der Playoffs hatte der HC Gherdëina sein ausgegebenes Saisonziel abgehakt. Die von Marcel Skokan trainierten Ladiner gaben sich damit jedoch nicht zufrieden und schickten im Viertelfinale den Grunddurchgangssieger Salzburg in den Urlaub. Spätestens in der Vorschlussrunde gegen den Top-Favoriten Zell am See sollte aber Endstation sein – dachten zumindest viele. Simon Pitschieler & Co. nahmen die Außenseiterrolle aber wohlwollend an und führen in der Best-of-7-Serie nun völlig überraschend mit 3:2.


Verantwortlich dafür war ein umjubelter 4:3 nach Verlängerung am Samstag. Der erste Matchpuck bietet sich den Ladinern am Dienstag, wenn um 19.30 Uhr im heimischen Pranives das sechste Spiel der Serie auf dem Programm steht. Es ist das 15. Spiel (!) der Furie in 33 Tagen. „Beide Mannschaften haben mit schwindenden Kraftreserven zu kämpfen – wir vielleicht noch ein bisschen mehr“, betont Joel Brugnoli, der seit zwei Jahren die sportlichen Geschicke beim HCG leitet. „Weil sich unsere Mannschaft aber in einem Flow befindet, kommt diese Müdigkeit weniger zum Ausdruck.“ Umso größer seien die mentalen Kräfte der Furie, die den Grunddurchgang lediglich auf Platz elf beendet hatten.

Ein Fragezeichen bleibt

Trotz der günstigen Ausgangslage sieht Brugnoli die Profi-Truppe aus Salzburg immer noch in der Favoritenrolle. „Ja, wir haben jetzt zwei Spiele in Serie gewonnen, aber die letzte Partie ist bekanntlich immer die schwerste. Für uns gilt es, den Matchplan durchzuziehen: Geduldig sein, hinten sicher stehen, die Chancen ausnutzen und diszipliniert zu spielen“, erklärt Brugnoli. Ein Blick auf die Statistik muss Simon Pitschieler & Co. jedenfalls Auftrieb verleihen. In der laufenden Saison entschied der HCG alle vier Heimspiele gegen die Eisbären für sich – und das mit einem Torverhältnis von 13:2.

Davide Schiavone & Co. wollen die Überraschung perfekt machen. © Matthäus Kostner

Davide Schiavone & Co. wollen die Überraschung perfekt machen. © Matthäus Kostner


Vor diesem wegweisenden Spiel gibt es im HCG-Lager ein Fragezeichen. Der Einsatz von Carmine Buono ist nämlich fraglich. Bei einem bösen Check von hinten von Leon Widhalm, der dafür zwei Spiele gesperrt wurde, hatte sich der italo-kanadische Verteidiger am Samstag verletzt. „Wir werden erst kurz vor dem Spiel über seinen Einsatz entscheiden“, erklärt Brugnoli.

Meran mit dem Rücken zur Wand

In einer anderen Ausgangslage befindet sich hingegen der HC Meran in seinem Halbfinale gegen den KHL Sisak. Nach der schmerzhaften 3:4-Niederlage in der Overtime vor 72 Stunden sind die Adler vor den eigenen Fans zum Siegen verdammt, um den Finaltraum am Leben zu halten. Coach Christian Borgatello hofft dabei, wieder auf den zuletzt verletzten Topscorer Reid Stefanson zurückgreifen zu können.

Michael Sölva & Co. wollen gegen Aosta wieder vorlegen. © Manfred Sinn

Michael Sölva & Co. wollen gegen Aosta wieder vorlegen. © Manfred Sinn


Spannung ist auch in der Italian Hockey League (IHL) garantiert: Der SV Kaltern bestreitet ebenfalls am Dienstag zu Hause sein fünftes Finalspiel gegen den HC Aosta. Bisher setzte sich in der Best-of-7-Serie jeweils das Heimteam durch. Das soll aus Hechte-Sicht so bleiben.

Alps Hockey League, Halbfinale:

Dienstag, 7. April:
HC Gherdëina – EK Zell am See (19.30 Uhr)
Stand in der Serie: 3:2

HC Meran – KHL Sisak (20 Uhr)
Stand in der Serie: 2:3


Italian Hockey League, Halbfinale:

Dienstag, 7. April:
SV Kaltern – HC Aosta (20.30 Uhr)
Stand in der Serie: 2:2

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