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Joachim Löw stimmt die deutsche Elf auf das Topspiel gegen Frankreich ein. © APA/afp / ALEXANDER HASSENSTEIN

Debüt des Titelverteidigers und 1. Kracher: Das bringt der EM-Tag

Zum Abschluss des ersten Spieltags steigt am frühen Dienstagabend der amtierende Europameister Portugal ins Geschehen ein. Allerdings gebührt das große Rampenlicht an diesem Tag den Deutschen und Franzosen.

Mit Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft und Weltmeister Frankreich starten an diesem Dienstag zwei Titelkandidaten in die paneuropäische Europameisterschaft. Zuvor treffen in Titelverteidiger Portugal und Außenseiter Ungarn aufeinander. Der Überblick.

Ungarn – Portugal (18 Uhr)
Der Titelverteidiger legt nun los. Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo will nicht wieder zittern müssen wie in der Gruppenphase 2016. Damals erreichte die Seleção nach einem 3:3 gegen Ungarn nur mit drei Remis die K.o.-Runde. „Wir müssen uns einzig und allein auf uns selbst konzentrieren“, forderte Ronaldo, dessen Mannschaft von 13 Länderspielen gegen Ungarn noch keines verloren hat. Der 36 Jahre alte Angreifer dürfte als erster Spieler bei einer fünften EM zum Einsatz kommen, zudem kann er sich den alleinigen Torjägerrekord vor Michel Platini (beide je neun Treffer) holen.

Die Ungarn mit ihrem italienischen Trainer Marco Rossi setzen auf den Teamgedanken. Und dazu soll auch der „zwölfte Mann“ zählen: Bis zu 61.000 Fans werden in der Puskas Arena trotz Corona-Pandemie erwartet. „Für uns wird ein Traum wahr“, meinte Rossi über den Reiz, Co-Gastgeber der EM zu sein und dann auch noch vor vielen Fans zu spielen.
Frankreich – Deutschland (21 Uhr)
Danach muss die deutsche Mannschaft in München zeigen, was sie beim Abschiedsturnier von Bundestrainer Joachim Löw kann. Und dafür ist Weltmeister Frankreich gleich der höchstmögliche Maßstab. 2016 gab es im EM-Halbfinale in Frankreich eine 0:2-Niederlage. Löw hat für das Turnier die zuvor von ihm aussortierten Rio-Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels zurückgeholt, Hummels köpfte bei der WM 2014 im Viertelfinale den 1:0-Siegtreffer gegen die Franzosen.

„Nur wenn du es als Team angehst, kannst du eine Mannschaft wie die Franzosen erfolgreich bekämpfen“, sagte Bayern-Star Joshua Kimmich, der womöglich von Löw auf die rechte Außenbahn beordert wird und wie auch Kapitän Manuel Neuer im heimischen Stadion eine der Säulen des deutschen Spiels sein soll. 14.500 Zuschauer dürfen live den ersten Auftritt des dreimaligen Europameisters verfolgen, der zuletzt 1996 in England den Titel holte.
Einstimmung auf die 2. Runde
Nach dem Kracher in München starten am Mittwoch die zweiten Vorrundenspieltage bei dieser EM, sechs Teams stimmen sich am Dienstag darauf ein. Außenseiter Finnland reist nach dem Drama um den Dänen Christian Eriksen und dem zuvor unerwarteten 1:0-Sieg nach St. Petersburg, wo Russland nach dem 0:3 gegen Belgien in der Gruppe A unter großem Druck steht. Auch die Türkei, die von Rom nach Baku muss, steht in Gruppe B nach dem 0:3 gegen Italien gegen Wales unter Zugzwang. Die Schweizer – zum Auftakt mit einem 1:1 gegen die Waliser – reisen zum schweren Gruppenspiel gegen Italien nach Rom.

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