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Vor dem Mannschaftshotel: Giorgio Chiellini präsentiert den Fans den Pokal. © APA/afp / FABIO FRUSTACI

It's coming Rome: Italien feiert seine EM-Helden

Um exakt 7.19 Uhr ist die italienische Fußballnationalmannschaft mitsamt dem EM-Pokal in Rom/Fiumicino gelandet. Vor mehreren Hundert Fans präsentierten Giorgio Chiellini und Roberto Mancini die Trophäe. Danach ging es für die Azzurri direkt ins Hotel. Zum Ausruhen bleibt aber keine Zeit, denn es ist erst der Startschuss eines langen Party-Marathons an diesem Montag.

Zunächst aber ein Blick zurück auf die Finalnacht in London: Um den silbernen EM-Pokal standen schon etliche Bierflaschen herum – viel mehr war auf den Jubelbildern aus der italienischen Europameister-Kabine kaum zu erkennen. Die Azzurri tanzten Sonntagabend so ausgelassen, verspritzten Champagner und grölten ihre Freude heraus, dass die Kamerabilder die Öffentlichkeit verwackelt erreichten. In der Heimat feierten Tausende Tifosi auf den Straßen. „Italien, wir lieben dich wie verrückt“, schrieb die Gazzetta dello Sport.


„Wir haben seit Mittwochabend gehört, dass der Pokal nach Hause zurückkehrt“, sagte Leonardo Bonucci in Anspielung auf das britische „Football's coming home“, das die Italiener einfach in „It's coming Rome“ umdichteten. „Tut mir leid für sie, aber heute Abend nimmt er einen schönen Flug nach Rom“, sagte Bonucci, der zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte (67.). Dieser Triumph durch das 3:2 im Elfmeter-Drama gegen England sei „für alle Italiener. Wir haben daran geglaubt, für uns und für sie.“ Auf dem Weg zum Flughafen in der Nacht setzte Bonuccis kongenialer Defensivpartner Giorgio Chiellini den Pokal auf den Platz neben sich.

Roberto Mancini und Giorgio Chiellini am Flughafen Fiumicino. © APA/afp / -

Empfang bei Draghi und Mattarella
Die Feierlichkeiten werden am Montag auch in der Heimat in offiziellem Rahmen fortgesetzt. Der neue Europameister wird in Rom von Ministerpräsident Mario Draghi empfangen. Der Regierungschef wolle sich persönlich bei der Mannschaft und dem Trainerteam bedanken, teilte die Regierung mit. Die Squadra Azzurra habe „neben großer Individualität ein außergewöhnliches Spiel und einen besonderen Teamgeist“ gezeigt, hieß es in einer kurzen Mitteilung der italienischen Regierung am späten Sonntagabend.

Auch Staatspräsident Sergio Mattarella, der die Partie im Stadion verfolgt hatte, würdigte die Mannschaft für ihre Leistung. „Große Dankbarkeit für Roberto Mancini und unsere Spieler, die Italien gut vertreten haben und dem Sport Ehre gemacht haben“, wurde Mattarella auf Twitter zitiert.

In der Rom gab es für die Fans nach dem gewonnenen EM-Endspiel gegen England am Sonntagabend kein Halten mehr. Nach dem entscheidenden Elfmeter stürmten die Menschen auf die Piazza Navona im Zentrum der Altstadt, rissen sich die Trikots vom Leib und fielen sich in die Arme. Die Polizei ließ die Sirenen ihrer Autos aufheulen, Feuerwerkskörper knallten. Hunderte Fans sangen, tanzten und jubelten.

Am Domplatz in Mailand wurden vergangene Nacht Feuerwerke gezündet. © ANSA / MATTEO CORNER

Auch in anderen Städten feierten die Fans den Triumph ihrer Mannschaft. In Mailand ließen die Menschen auf dem zentralen Platz vor dem Dom mit Tröten und Jubelschreien ihrer Freude freien Lauf, viele schwenkten italienische Flaggen. Auch Feuerwerk wurde gezündet. In vielen Südtiroler Orten, speziell in Bozen, Brixen und Meran, wurde die „notte italiana“ ebenfalls ausgelassen gefeiert.
„Er ist der beste Torhüter der Welt“
Mancini über Donnarumma
Wie schon im Halbfinale gegen Spanien war wieder einmal Torhüter Gianluigi Donnarumma mit zwei gehaltenen Elfmetern entscheidend. „Es ist eine unglaubliche Sache, wir sind eine fantastische Mannschaft und verdienen es alle“, sagte der 22 Jahre alte Keeper, der nach der Siegerehrung sichtlich nach Worten rang. „Wir sind außergewöhnlich gewesen, wir sind super-glücklich“, ergänzte er grinsend.

Für den Torhüter, dessen Vertrag bei Milan ausgelaufen ist, gab es noch eine besondere Ehrung: Er wurde als Spieler des Turniers ausgezeichnet. „Ich war mir sicher, dass er einen Elfmeter halten würde. Er ist der beste Torhüter der Welt“, lobte Mancini seinen Keeper. „Wir haben Glück, Donnarumma zu haben.“

Schlagwörter: Fussball EM 2021

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