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Die Azzurri stemmen den EM-Pokal in den Londoner Nachthimmel. © APA/afp / FACUNDO ARRIZABALAGA

Nach Elfmeter-Krimi: Italien ist Europameister

Nach einem an Spannung kaum zu überbietenden EM-Finale sicherten sich die Azzurri am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion gegen England den Europameistertitel.

Vor rund 67.000 Zuschauern lieferten sich Italien und England ein hochspannendes Spiel. Luke Shaw hatte die Three Lions nach 116 Sekunden mit dem schnellsten Finaltor in der Geschichte von Europameisterschaften in Führung gebracht. Juve-Verteidiger Leonardo Bonucci (67.) glich aus, die Entscheidung zugunsten der Azzurri fiel dann im Elfmeterschießen (3:2). England verschoss dabei gleich 3 Elfmeter.


Um kurz vor Mitternacht, als Torhüter Gianluigi Donnarumma den entscheidenden Elfer von Bukayo Saka hielt, kannte der Jubel in Italien keine Grenzen mehr. Für die Azzurri ist es der zweite EM-Titel nach 1968. Die Engländer hingegen müssen weiter auf den ersten Turnier-Triumph seit dem WM-Erfolg 1966 warten.

England führt schon nach 116 Sekunden
Aber der Reihe nach: Bereits nach 116 Sekunden traf Luke Shaw nach Flanke von Kieran Trippier per herrlichem Dropkick zum 1:0 für die Three Lions. Der Verteidiger von Manchester United sorgte für das früheste Tor in einem EM-Finale. Das italienische Nationalteam war erstmals bei dieser Europameisterschaft mit einem Rückstand konfrontiert und tat sich damit vorerst schwer. Defensiv stark agierende Engländer ließen wenig zu, Italien fand nicht richtig ins Spiel. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs wurden die Azzurri aktiver und kamen dabei auch zu Torchancen – richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von England-Goalie Jordan Pickford dabei aber kaum.

Luke Shaw traf per Dropkick zum 1:0. © APA/afp / ANDY RAIN


In der 2. Hälfte wurden die Azzurri immer stärker. Nach rund einer Stunde musste sich Pickford nach einer schönen Einzelaktion von Federico Chiesa strecken und parierte stark. Italien machte nun Druck und kam nach einer Ecke zum mittlerweile verdienten 1:1: Einen Kopfball von Marco Verratti konnte Pickford noch an den Pfosten lenken, Juve-Verteidiger Leonardo Bonucci staubte dann aus kurzer Distanz ab. Beflügelt durch das Tor agierten die Azzurri weiter spielbestimmend und kamen – wie etwa durch Domenico Berardi in der 73. Minute – zu weiteren Möglichkeiten. In der Endphase der 2. Hälfte riskierten beide Teams nicht mehr viel, nach 6 Minuten Nachspielzeit ging es in die Verlängerung.

Leonardo Bonucci traf zum Ausgleich für die Azzurri. © APA/afp / PAUL ELLIS


Die Verlängerung war zwar nicht hochklassig, aber an Spannung kaum zu überbieten. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit wurde es in Englands Strafraum nach Flanke von Emerson gefährlich, doch Pickford konnte gegen Federico Bernardeschi klären. Zu Beginn der 2. Hälfte agierten wiederum die Three Lions etwas aktiver und kamen zu Chancen, dann griff wieder Italien an. Wie die 90 Minuten zuvor war schlussendlich auch die Verlängerung insgesamt recht ausgeglichen, weshalb es ins Elfmeterschießen ging.

Nachdem Berardi und Kane den ersten Elfer jeweils souverän versenkten, scheiterte Andrea Belotti beim 2. Elfmeter an Pickford. Harry Maguire verwandelte hingegen sicher. Als 3. Schütze der Azzurri traf Bonucci. Weil Englands Marcus Rashford die Nerven versagten (er schoss an den Pfosten), stand es nach 3 Elfern wieder Unentschieden. Im 4. Versuch traf Bernardeschi zentral, während Jadon Sancho, der genauso wie Rashford erst am Ende der 2. Hälfte der Verlängerung extra fürs Elfmeterschießen eingewechselt worden war, an Donnarumma scheiterte. Dann der Matchball für Jorginho: Doch auch er vergab, Pickford lenkte den Ball an den Pfosten. Der Druck lastete nun auf den 19-jährigen Bukayo Saka, der ebenfalls verschoss. Damit stand fest: Italien ist zum 2. Mal Europameister.

Der Jubel bei den Azzurri kannte keine Grenzen. © APA/afp / LAURENCE GRIFFITHS





Schlagwörter: Fussball EM 2021

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