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Cristiano Ronaldo erzielte zwei Tore. © APA/afp / ALEX PANTLING

Ronaldo trifft doppelt am Rekordtag

Cristiano Ronaldo hat seinen EM-Rekordtag mit einem standesgemäßen Sieg gefeiert. Der portugiesische Ausnahmekönner freute sich am Dienstag gleich über zwei Rekorde.

In der voll besetzten Puskas Arena mit einer Gänsehautatmosphäre wie in Vor-Corona-Zeiten jubelte der mehrmalige Weltfußballer über ein 3:0 (0:0) von Titelverteidiger Portugal gegen Ungarn. Mit seinem verwandelten Elfmeter (87. Minute) und einem späten Treffer (90.+2) vor 55 662 Zuschauern machte Ronaldo seinen Ehrentag perfekt (87.). Zuvor hatte Raphaël Guerreiro den Weg geebnet (84.). Die Portugiesen nehmen damit Schwung für das Spiel am Samstag (18.00 Uhr) in München gegen Deutschland.


Bis zum Jubel benötigten Ronaldo & Co. einen langen Anlauf, auch weil der 36-Jährige selbst eine Großchance aus fünf Metern über das Tor ballerte (43.). Doch später kürte er sich mit nun insgesamt elf EM-Treffern zum alleinigen Rekordtorschützen vor dem Franzosen Michel Platini. Zudem ist er seit Dienstag auch Rekordteilnehmer. Der fünfmalige Weltfußballer ist der einzige Spieler, der bei fünf Europameisterschaften zum Einsatz kam.

Gulacsi hält Ungarn im Spiel
In einer phasenweise hitzigen Partie erwiesen sich die Magyaren in der Defensive lange als unüberwindbar. Herausragend dabei: Torhüter Peter Gulacsi. Ein Abseitstreffer von Szabolcs Schön zählte zum Ärger der frenetisch feiernden Ungarn-Fans nicht (80.). Und in der Schlussphase avancierte Gulascis Willi Orban bei den Gegentreffern zum Pechvogel, auch weil er den Foulelfmeter verursachte.

Die Gastgeber profitierten bei ihrem aufopferungsvollen Auftritt enorm von der stimmungsvollen Kulisse im einzigen voll besetzten Stadion dieser EM. Die lautstark jubelnden und feiernden Fans ließen dabei Erinnerungen an fast schon vergessene Zeiten aufleben. Prickelnd war Atmosphäre schon vor dem Anpfiff, etwa bei Ungarns lautstark mitgesungener Nationalhymne. „Das ist toll für den Fußball und die Fans“, hatte Ronaldo geschwärmt. Doch angesichts des Verzichts von Abständen und Masken gab es trotz aller Tests und Hygienekonzepten auch Kritik an dieser großen Menschenmenge in Pandemie-Zeiten.

In Budapest drängten sich die Fans dicht an dicht. © APA/afp / ATTILA KISBENEDEK


Nachdem die Portugiesen im Tagesverlauf noch bei einem lockeren Spaziergang rund um ihr Hotel die Margareteninsel genossen, legten sie im Auftakt-Spiel der Gruppe F temporeich los. Auffälligster Akteur der Seleção, die mit sechs Europameistern startete, war anfänglich Diogo Jota. Der Offensivspieler vom FC Liverpool scheiterte zweimal an Ungarns starkem Schlussmann Gulacsi (5./40.). Orban bremste Jota mit einer riskanten Grätsche erfolgreich (26.).

Gulasci stand nach dem Seitenwechsel weiter im Fokus. Bei einem Kopfball von Pepe hechtete er in seine rechte Torecke (47.), bei einem Distanzschuss von Bruno Fernandes in seine linke (67.). Glück hatte Portugal, dass der gelb-vorbelastete Ruben Dias nicht vom Feld verwiesen wurde, als er Sallai bei einem Zweikampf im Gesicht getroffen hatte (54.). Nach dem 3:3 bei der EM 2016 entwickelte sich auch beim Wiedersehen ein spannendes Duell, wenn auch nur für eine Mannschaft torreich. Ronaldo reklamierte zunächst vergeblich auf Handspiel von Attila Fiola – doch dann kam doch noch die große Schlussphase.

Schlagwörter: Fussball EM 2021

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