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Im Wembley-Stadion wird die Kapazität auf rund 60.000 Zuschauer erhöht. © APA/afp / JUSTIN TALLIS

Trotz Corona: Über 60.000 Zuschauer dürfen nach Wembley

Während in den bisherigen Spielen die Kapazität bei rund 40.000 Zuschauern lag, einigten sich die britische Regierung und die UEFA am Dienstag auf eine Erhöhung auf 60.000. Diese neue Regelung soll für die EM-Halbfinalspiele und das Finale gelten, die allesamt im geschichtsträchtigen Londoner Stadion steigen.

Das Wembley-Stadion in London soll zu 75 Prozent ausgelastet werden können, hieß es in einer Mitteilung des Sportministeriums in London. Bislang war die Zahl der Zuschauer auf 40 000 begrenzt worden. Für die Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Eingelassen wird nur, wer entweder zwei Mal geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorweisen kann. „Alle Teilnehmer müssen weiterhin die strengen Corona-Einlassregeln befolgen“, sagte Sportminister Oliver Dowden der Mitteilung zufolge.


Diesem Optimismus stellt sich aber weiterhin die Besorgnis gegenüber der Corona-Pandemie entgegen. So hat das österreichische Außenministerium ebenso am Dienstag von Reisen nach London abgeraten. Von den verpflichtenden Quarantänemaßnahmen seien nämlich auch Karteninhaber des Achtelfinalspiels zwischen Italien und Österreich (26. Juni, 21 Uhr), welches in Wembley stattfindet, nicht ausgeschlossen. Das Vereinigte Königreich wird in Österreich – ebenso wie Brasilien, Indien und Südafrika – auf der Liste der Virusvariantengebiete geführt. Zur Begründung, warum das Landeverbot nicht verlängert worden sei, hieß es aus dem Gesundheitsministerium, Landeverbote seien immer „als Akut-Maßnahme gedacht“, die so lange in Kraft seien, bis eine längerfristige Lösung möglich sei.

München als mögliche Alternative
Die Spitze der deutschen Unionsfraktion hat sich wegen der in Großbritannien grassierenden aggressiveren Delta-Variante des Corona-Virus offen für eine mögliche Verlegung der Finalspiele der Fußball-Europameisterschaft von London nach München gezeigt. „Wenn es die Chance gibt, dann sind wir gerne bereit, diese Spiele auch in München durchführen zu lassen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Ob es dafür angesichts der Entwicklung in Großbritannien eine zwingende Notwendigkeit gebe, sei derzeit nicht zu beurteilen.

Brinkhaus sagte, er hoffe, dass die EM-Organisatoren in Großbritannien die Lage so stabil organisieren könnten, dass alles nach Plan verlaufen könne. Zu einer möglichen Verlegung sagte er, man müsse auf die Empfehlungen der Wissenschaftler hören. „Wenn die diese Empfehlung geben, dann sollte man die Gesundheit auch vorne anstellen.“ Es sei ja noch Zeit bis zum Endspiel – „hoffentlich mit deutscher Beteiligung“, sagte Brinkhaus. „Wenn die so viel auf den Platz bringen wie gegen Portugal, dann haben wir gute Chancen“, meinte er mit Blick auf die Nationalmannschaft.

Schlagwörter: Fussball EM 2021

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