a 1. Bundesliga

Marco Reus (rechts) ist mit Dortmund in Topform, bei Javi Martinez und den Bayern kriselt es. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Flutlicht an für den deutschen „Clasico“

Nach jahrelanger Dominanz scheint die Vormachtstellung des FC Bayern im deutschen Fußball zum ersten Mal nach langer Zeit zu wackeln: Borussia Dortmund geht nach sechs Jahren wieder einmal als Tabellenführer in den Deutschen „Clasico“. Deshalb ist die Vorfreude auf ein Bundesligaspiel (Samstag 18.30 Uhr) schon lange nicht mehr so groß.

Nach sechs überlegenen Meisterschaften der Bayern in Folge, mit jeweils Minimum 10 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten, freut sich Fußball-Deutschland auf ein fast verloren geglaubtes Gefühl: Spannung! Gefühlt kommt dieses Spiel für beide Mannschaften wie gerufen. Zum einen könnte Borussia Dortmund mit einem Sieg dem FC Bayern München sieben Punkte enteilen. Zum anderen hat der FCB die Chance, das angekratzte Selbstbewusstsein mit einem Schlag wiederherzustellen.

Zorc bleibt vor Topspiel bescheiden
„Wir haben guten Grund, selbstbewusst ins Spiel zu gehen, wissen aber auch, dass wir anders auftreten müssen als Dienstag“, mahnt BVB-Manager Michael Zorc vor dem Spiel. Am Dienstag gab es nämlich für Dortmund bei der 0:2-Champions-League-Pleite gegen Atletico Madrid die erste Niederlage im 16. Saisonspiel.

Auch deshalb verzichtet der BVB vor dem Topspiel am Samstag auf irgendwelche Kampfansagen in Richtung Süden. „Wir haben in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht, aber haben noch viel zu tun“, sagt Trainer Lucien Favre. Als Hauptgrund für den Aufschwung in dieser Saison nennt Zorc neben dem neuen Trainer auch die gute Mischung zwischen erfahrenen Topspielern wie Axel Witsel oder Marco Reus und jungen Talenten wie Jadon Sancho oder Achraf Hakimi.

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BVB-Coach Lucien Favre.

Rückkehr des „FC Hollywood“
Bei Bayern München scheint in dieser Saison einiges im Argen zu liegen. Neben den uninspirierten Auftritten der letzten Wochen gibt es auch Drumherum einige Nebenkriegsschauplätze. Sei es die unglückliche PK der Bayern Bosse Uli Hoeneß und Karl Heinz Rummenigge, bei der sie die deutsche Medienlandschaft rasierten, oder dem Instagram-Post von Spielerfrau Lisa Müller, die darin Bayern-Trainer Niko Kovac bloß stellte.

© APA/afp / GUIDO KIRCHNER

Bayern-Coach Niko Kovac steht unter Zugzwang.

Gerade Kovac muss in den letzten Wochen mit starkem Gegenwind in München auskommen. Der Kroate sieht sich aber nach wie vor fest im Sattel sitzen: „Ich spüre das Vertrauen des Klubs“. Die Favoritenrolle schiebt der Trainer des Rekordmeisters allerdings beiseite: „Dortmund ist Favorit, sie sind Erster und haben vier Punkte Vorsprung“.
BVB kann nahezu aus dem Vollen schöpfen
Die Dortmunder scheinen gut gerüstet. Sie können – abgesehen von Außenverteidiger Marcel Schmelzer und möglicherweise Innenverteidiger Abdou Diallo, dessen Einsatz fraglich ist – aus dem Vollen schöpfen. Die Bayern müssen weiterhin auf die Langzeitverletzten Kingsley Coman, Corentin Tolisso und Thiago verzichten. Auch der Einsatz von Altstar Arjen Robben ist weiterhin fraglich.


SPGUVTVP
1. Bor. Dortmund1073030:1024
2. Bor. M. Gladbach1062223:1220
3. Bayern München1062218:1120
4. RB Leipzig1054119:919
5. Eintracht Frankfurt1052323:1317
6. Werder Bremen1052318:1617
7. 1899 Hoffenheim1051422:1416
8. Hertha BSC Berlin1044215:1316
9. FC Augsburg1034318:1613
10. SC Freiburg1034314:1613
11. VfL Wolfsburg1033414:1512
12. FSV Mainz 05103347:1112
13. Bayer Leverkusen1032516:2111
14. FC Schalke 04103168:1210
15. 1. FC Nürnberg1024411:2210
16. Hannover 961013612:216
17. VfB Stuttgart101276:245
17. Fortuna Düsseldorf101276:245

Autor: david.lechthaler

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