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Fabio Bertoldi (Foto: Eheim)

Fabio Bertoldi und der Profifußball: Ein Flirt mit offenem Ende

In den zurückliegenden Wochen schlug die Meldung, dass Fabio Bertoldi zu einem Probetraining in Thailand eingeladen wurde, weit über die hiesige Amateurszene hinaus hohe Wellen. Der Salurner Ausnahmestürmer ist mittlerweile wieder zurück in der Heimat und wird seine Karriere vorerst in Italien fortsetzen. Ein zukünftiger Transfer nach Asien ist allerdings längst nicht ausgeschlossen.

Bertoldi hinterließ bei den Trainings in Thailand nämlich einen starken Eindruck und überzeugte die Verantwortlichen des Klubs Air Force Central FC rasch von seinem Können. Nach drei Tagen im Kreise des thailändischen Zweitligisten legte ihm die Führungsetage des Vereins einen unterschriftsreifen Vertrag vor – doch Bertoldi lehnte ab. Hauptgrund dafür war die kurze Dauer des Kontrakts: Dieser wäre bereits mit Saisonende (in Thailand endet die Meisterschaft schon Ende Oktober, Anm. d. Red.) ausgelaufen und hätte somit nur wenige Monate Gültigkeit gehabt.

“Ein Engagement in Asien ist jedoch noch nicht vom Tisch”, heißt es vonseiten des Beraters, der den Bertoldi-Deal in Thailand eingefädelt hat. Die thailändischen Klubverantwortlichen verfolgen den sportlichen Werdegang Bertoldis in den kommenden Monaten weiterhin und wollen sich im Januar 2018 – vor Beginn der nächsten Meisterschaft – erneut mit ihm und seinem Agenten zusammensetzen. “Falls dann ein Vertrag vorliegt, der Fabios Vorstellungen entspricht, ist es gut möglich, dass er einen Deal unterzeichnet. Gefallen hat es Fabio in Thailand jedenfalls nicht schlecht”, so der Berater.


Gute Spieler, ansprechendes Niveau

Sollte es im Januar tatsächlich zu einer Einigung zwischen Bertoldi und Air Force Central FC kommen, könnte der Salurner möglicherweise sogar in der höchsten Liga des Landes auflaufen: Air Force liegt nach 20 von 34 Spieltagen nämlich auf dem zweiten Tabellenplatz und befindet sich damit auf bestem Wege in Richtung Premier Liga. Aufstiegsberechtigt sind in Thailand die Top-3 des Klassements.

Ob Air Force im kommenden Jahr in der ersten oder zweiten Liga spielt, hat laut Beraterkeinen allzu großen Einfluss auf ein weiteres Angebot. Bertoldi selbst war sogar über das relativ hohe Niveau der zweithöchsten thailändischen Spielklasse überrascht. “Der Fußball ist sicherlich ein anderer als in Italien, aber technisch und athletisch sind die Spieler auf einem hohen Level. Fabio musste sich, auch wegen der besonderen klimatischen Bedingungen, ordentlich ins Zeug legen”, hebt sein Agent hervor. Einzig im taktischen Bereich habe die Liga noch Nachholbedarf. Mit der Verpflichtung von ausländischen Trainern und Spielern sollen aber auch diese Mängel in Zukunft behoben werden.


Serie D oder Oberliga: Bertoldi hat die Qual der Wahl

Was Bertoldis Zukunft anbelangt, so liegt diese – zumindest bis Jahresende – in der Heimat. Für welchen Verein der 29-Jährige in den nächsten Monaten auflaufen wird, ist zurzeit aber noch offen. Bertoldi ist bei mehreren Klubs im Gespräch, wobei besonders die Namen Virtus Bozen, Trient und Levico häufig aufblitzen. Eine offizielle Einigung steht allerdings noch aus.

Während die nächste fußballerische Station Bertoldis noch nicht feststeht, ist eines gewiss: Das Kapitel Profifußball in Thailand ist für den wohl besten Stürmer der hiesigen Amateurszene längst nicht abgeschlossen.

Autor: sportnews

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