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Luc Bosmans stellte seinen Mann (Foto Twitter)

Fan springt als Linienrichter ein: „Zum Glück war ich nüchtern“

So eine Geschichte erlebt man nicht alle Tage: Im Pokalspiel zwischen den beiden belgischen Erstligisten KV Mechelen und KRC Genk musste kurzerhand ein Fan als Linienrichter einspringen. Wie das ging? Hier die kuriose Story.

Eigentlich wollte sich Luc Bosmans nur einen gemütlichen Fußball-Abend auf der Tribüne seines Lieblingsklubs Mechelen machen und das Pokalspiel gegen Genk in aller Ruhe verfolgen. Lange Zeit ging das so auch gut, die Partie war ansehnlich, spannend und ging schließlich in die Verlängerung. Dort wurde es aber kurios: Zunächst zog sich einer der beiden Linienrichter eine Verletzung zu und konnte nicht mehr weitermachen. An sich nichts Tragisches, das passiert im Fußball öfter mal. Deshalb sprang der vierte Offizielle in die Bresche – doch es sollte schlimmer kommen. Nur wenig später erwischte es nämlich auch noch den Hauptreferee Christof Dierick, für ihn ging es nicht mehr weiter.

Jetzt gab es ein ernsthaftes Problem, da kein weiterer Ersatz vor Ort war. Ein Weiterspielen ohne Linienrichter? Unmöglich. Ein Spielabbruch stand im Raum, als die Kapitäne beider Teams schließlich einen letzten verzweifelten Lösungsvorschlag hatten. Wenig später fragte nämlich der Stadionsprecher über die Mikrofone, ob auf den Rängen zufällig ein Schiedsrichter anwesend sei, der als Linienrichter einspringen könnte. Und da schlug die große Stunde von Luc Bosmans. Der Mechelen-Fan pfeift normalerweise in der Amateurliga, ist deshalb als Schiedsrichter und somit auch als Linienrichter zugelassen. Nach einer kurzen Aufwärmphase und mit passender Kleidung ausgestattet, fungierte Bosmans in den letzten 15 Minuten tatsächlich als Linienrichter, während der eigentliche Linienrichter die Spielleitung übernahm. Seine Sache machte Bosmans gut, am Ende musste sich sein Team aber nach Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben.

Für den Aushilfs-Linienrichterdürfte es trotzdem ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein, das er nach Spielende mit einem trockenen Spruch kommentierte: „Zum Glück was das Spiel nicht an einem Samstag, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht nüchtern geblieben.“



SN/td

Autor: sportnews

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