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Aladino Valoti ist der neue starke Mann beim FC Südtirol (Fotos: P. Savio) FCS-Präsident Walter Baumgartner begrüßt Valoti

FCS-Sportdirektor Aladino Valoti: „Zu allererst muss ein Trainer her“

So spät wie noch nie beginnt der FC Südtirol die Personalplanungen für die nächste Saison. Den Startschuss bildete am Freitagmorgen die offizielle Vorstellung von Sportdirektor Aladino Valoti, der sinnbildlich für den großen Umbruch im Verein steht. Auf ihn warten Wochen voller intensiver Arbeit.


Herr Valoti, welche Eindrücke haben Sie nach Ihrem Dienstantritt beim FC Südtirol?

„Der Verein hat mich blendend aufgenommen. Bereits die erste Kontaktaufnahme war sehr angenehm, mittlerweile habe ich mehrere Personen im Klubumfeld kennengelernt, das Trainingszentrum in Rungg besichtigt und die ersten Weichen für meine zukünftige Tätigkeit gelegt.“


Wie sieht denn Ihre Arbeit in den kommenden Wochen aus?

„Zu allererst muss ein Nachfolger für Alberto Colombo gefunden werden ( Der letztjährige FCS-Trainer steht vor einem Wechsel zu Vicenza, Anm.d.R. ). Er wird seine Spielphilosophie und seine taktische Ausrichtung vorgeben, anhand der wir uns dann auf dem Transfermarkt bewegen. Wir werden uns sofort an die Arbeit machen, denn die Zeit drängt.“


Haben Sie bereits potenzielle Verstärkungen im Köcher?

„Natürlich habe ich zahlreiche Spieler auf meiner Beobachtungsliste, mit einigen habe ich bereits erste Gespräche geführt. Doch oberste Priorität hat jetzt die Trainersuche. Mit dem neuen Übungsleiter werden wir versuchen, den Kader bis zum Trainingsbeginn Mitte Juli zu komplettieren.“


Der aktuelle Kader umfasst lediglich sieben Spieler, die mit einem Vertrag für die kommende Saison ausgestattet sind. Wird es also einen personellen Umbruch geben?

„Diese Spieler, allen voran Fink, Cia und Tait, bilden das Mannschaftsgerüst. Natürlich wird es viele Neuzugänge geben, doch auch mit dem ein oder anderen Spieler der letzten Saison werden wir noch Gespräche führen - vorausgesetzt, sie stehen nicht bereits mit höherklassigen Vereinen in Kontakt. Den Kader werden wir dann mit Nachwuchskräften auffüllen. Ich habe selten einen Klub gesehen, der solch hohen Wert auf seine Jugendarbeit setzt. Auch deshalb finde ich die Aufgabe beim FC Südtirol so reizvoll.“


Sie haben einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben, planen also langfristig beim FCS. Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

„Es ist noch zu früh, um von klaren Zielen zu sprechen. Fakt ist, dass ich beim FC Südtirol die Möglichkeit sehe, wirklich Großes zu bewegen. Hier ist ganz viel in der Entstehungsphase, vom Trainingszentrum bis hin zum personellen Umbruch auf sportlicher Ebene. Die Klubspitze schafft alle Voraussetzung, um im italienischen Profifußball langfristig ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Diese Entwicklung möchte ich begleiten und ankurbeln.“



Fragen: Alexander Foppa

Autor: sportnews