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Raphael Kofler hält die Südtiroler Fahne in der Serie A hoch.

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Raphael Kofler hält die Südtiroler Fahne in der Serie A hoch.

GRAFIK | Alle Südtiroler Fußballprofis im Überblick

Der FC Südtirol ist längst ein Sprungbrett für junge Einheimische in den Profifußball geworden. Jeder einzelne aktuelle Berufsfußballer aus Südtirol hat in seiner Jugend – zumindest zweitweise – für die Weiß-Roten gespielt.

Manuel De Luca war der letzte Südtiroler Fußballer, der ein Spiel in der Serie A bestritten hat. Am 29. August 2025 stand der Pfattner für Cremonese acht Minuten lang auf dem Feld und erzielte sogar den Siegtreffer – wurde danach aber gnadenlos aussortiert und stand nicht einmal mehr im Kader der Lombarden. Und so bleibt Simon Laner der letzte Südtiroler Profi, der es in der Serie A halbwegs gepackt hat. Doch das ist über zehn Jahre her.


Jetzt schickt sich Raphael Kofler – seines Zeichens der teuerste Südtiroler Fußballer aller Zeiten – an, die Serie A zu erobern. Im Italienpokal hat er für Cagliari bereits debütiert. Am Samstag steht um 20.45 Uhr der Ligaauftakt in Parma auf dem Programm. Gut möglich, dass der 21-jährige Verteidiger aus Rabland dann seine ersten Minuten im italienischen Oberhaus sammelt.



Aber Kofler die Ausnahme. Denn mit dem bisherigen FCS-Jugendspieler Renato Halili – im letzten Jahr Kapitän der FCS-U19 – gibt es nur noch einen weiteren Spieler aus Südtirol, der in einer ersten Liga spielt. Der albanische U21-Nationalspieler aus Mals steht in Albanien beim FK Vora unter Vertrag.


Hohe Ablösesummen für Südtiroler Profis

Bei den Südtiroler Serie-B-Profis hat sich über die Sommermonate einiges getan. Der Grödner David Wieser ist bei Mantova geblieben, De Luca zu Cremonese zurückgekehrt. Mit Emanuele Zuelli und Simone Zanon sind zwei Südtiroler für hohe Ablösesummen zu neuen Clubs gewechselt. Der Bozner Mittelfeldspieler Zuelli hat Carrarese für 1,8 Millionen Euro in Richtung Padova verlassen. Und Zanon kostet seinem neuen Verein Pisa rund 1,6 Millionen – sobald die Kaufpflicht nach einem Jahr Leihe greift.

Lorenzo Sgarbi ist kein Serie-B-Profi mehr. Der Bozner wechselte im Sommer von seinem Stammverein Napoli zu Sambenedettese, nachdem er sich in Italiens zweiter Liga nicht durchsetzen konnte. Der Offensivmann ist einer von sieben Südtirolern in der Serie C. Zwei davon sind Torhüter: Daniel Theiner (Forli) und Simon Harrasser (Barbian).


Heinz und Sinn mit neuen Clubs

Mit 35 Jahren ist Manuel Fischnaller der älteste Südtiroler Fußballprofi. Der Stürmer aus Signat ist aber eine Garantie in der Serie C. Im Vorjahr traf er satte 19 Mal, aufgeteilt auf Trapani und Ravenna. Anfang August wurde der Vertrag von Fischnaller bis 2028 verlängert.

Veteran Manuel Fischnaller hat auch mit 35 Jahren nicht genug.

Veteran Manuel Fischnaller hat auch mit 35 Jahren nicht genug.


Neue Clubs haben die Verteidiger Jonas Heinz und Lukas Sinn. Der Naturnser hat bei Salernitana unterschrieben und ist damit in Kampanien geblieben, nachdem er zuletzt bei Casertana gespielt hat. Sinn ist hingegen zu Ex-FCS-Trainer Federico Valente nach Lecco gewechselt. Zum Auftakt im Italienpokal standen beide in der Startformation. Der letzte Südtiroler im Bunde der Serie-C-Profis ist Eljon Toci. Der Meraner ist bei Dolomiti Bellunesi geblieben.


Straudi und Lechl versuchen es im Ausland

Simon Straudi und Adrian Lechl stehen im deutschsprachigen Ausland unter Vertag. Vor allem der Lüsner – Lechl ist Jahrgang 2004 – hat einen bemerkenswerten Weg hinter sich. Mit Wacker Innsbruck stieg er innerhalb von zwei Jahren ebenso oft auf und ist damit von der 4. Liga in die 2. Liga Österreichs gekommen.

Straudi hingegen ist nach schwierigen Jahren ebenfalls im Aufwind. Über 30.000 Zuschauer sahen zuletzt den 1:0-Heimsieg von Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga gegen Darmstadt. Im Sommer ist Straudi von Energie Cottbus zum Traditionsverein und achtfachen DDR-Meister gewechselt.

Ohne Vertrag ist zurzeit Max Reinthaler, ebenfalls ein langjähriger Deutschland-Legionär. Der Algunder ist seit dem Bankrott von 1860 München vereinslos. Zwar stand ein Engagement bei den „neuen“ Löwen, die in der Regionalliga einen Neustart machen, im Raum. Doch bisher kam nichts zustande und Reinthaler ist deshalb auf dem Markt zu haben. Mit dem Dorf Tiroler Torhüter Michele Marano (zuletzt SEF Torres, Serie C) ist ein weiterer Südtiroler Profi vertragslos.

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