a Champions League

Amandine Henry (Mitte) jubelt über ihren Treffer zum 1:0. © ANSA / ALESSANDRO DI MARCO

„Albtraum“ für Barça: Lyon triumphiert im Finale

Die Fußballerinnen des FC Barcelona haben die Königsklasse dominiert – bis zum Finale. Dann brach Olympique Lyon über Weltfußballerin Alexia Putellas und ihr Team herein wie ein Urgewalt.

Neben einem Foto Mbappés, der seinen auslaufenden Vertrag bei Paris Saint-Germain verlängert hat und doch nicht zu Real Madrid wechselt, hielt Lyons Kapitänin Wendie Renard in der französichen Zeitung „L'Equipe“ den Königsklassen-Pokal in den Händen. Die fast 1,90 Meter große Abwehrspielerin überragte beim 3:1-Coup von Olympique gegen den Favoriten und Titelverteidiger FC Barcelona am Samstagabend in Turin alle.


Renard hat Mbappé etwas voraus, was der Weltklasse-Stürmer wohl nie mehr einholen kann: Die 31-Jährige holte ebenso wie ihre Mitspielerinnen Eugenie le Sommer und Sarah Bouhaddi mit Lyon ihren achten Sieg in der Champions League. Man habe sie einst als „Legendäre“ bezeichnet, schrieb „L'Equipe“ über die Olympique-Frauen, die zwischen 2007 und 2020 stolze 14 Mal in Serie Landesmeister wurden. „Seit gestern sind die Lyonerinnen die Unsterblichen geworden.“

Ada Hegerberg erzielte das 2:0 für Lyon. © APA/afp / FRANCK FIFE

Vor 30 000 Zuschauern im Juventus-Stadion schockten Amandine Henry mit einem Traumtor aus fast 30 Metern (6. Minute), Ada Hegerberg aus Norwegen (23.) und Catarina Macario (33.) mit ihren Toren den Favoriten aus Barcelona, der sich im Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg durchgesetzt hatte.
Tor der Weltfußballerin zu wenig
Für die Barça-Frauen traf dieses Mal nur Weltfußballerin Alexia Putellas (41.), sie stand am Ende mit rotgeweinten Augen auf dem Rasen. „Es stimmt: Das erste Tor – ein erstaunliches Tor – hat uns sehr verwirrt“, räumte FC-Trainer Jonatan Giráldez ein. „Wir waren ein bisschen deplatziert.“ Der Vorjahressieger galt bis Samstag als beste Vereinsmannschaft der Welt, doch angesichts der Wucht des Gegners wirkte das Ensemble ratlos wie lange nicht mehr.

So endete eine bemerkenswerte Saison in der Champions League furios. Erstmals waren Gruppenspiele ausgetragen worden, erstmals wurde für die Frauen eine eigene Hymne gespielt. Und Barcelona verzeichnete im Hinspiel gegen Wolfsburg im Camp Nou einen weltweit beachtetet Zuschauerrekord bei Frauen: 91 648 Fans!

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