a Champions League

Thomas Müller, Star-Spieler des FC Bayern, kann es nicht glauben. © AFP / CHRISTOF STACHE

„Das ist nicht ausreichend für einen FC Bayern“

Der Frust sitzt tief beim FC Bayern. Die Münchner scheitern schon im Viertelfinale der Champions League. Nach dem Aus im DFB-Pokal bleibt nun nur noch die Meisterschaft. Das ist nicht bayern-like. Selbst Co-Kapitän Müller ist fast sprachlos.

Das Schock-Aus in der Champions League hinterließ bei Julian Nagelsmann Spuren. Der frustrierte Trainer des FC Bayern München bezeichnete den K.o. gegen das vermeintliche Glückslos FC Villarreal sogar als eine der bittersten Niederlagen seiner steilen Trainer-Karriere. Es gehöre „sicher zu den Top drei dazu“, räumte der in dieser Saison so oft erfolgsverwöhnte Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters nach dem 1:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen den spanischen Europa-League-Sieger ein.


Nach dem 0:1 im Hinspiel vor einer Woche verpassten die Münchner damit den Einzug ins Halbfinale. Dort wollte sich Nagelsmann eigentlich mit Jürgen Klopps FC Liverpool messen, das nach einem 3:1 gegen Benfica Lissabon beste Chancen auf den Einzug in die Vorschlussrunde hat.

Single statt Triple
Das ersehnte Traum-Halbfinale ist aber futsch – und damit die nächste Titelchance für den nach der mitreißenden Gruppenphase zum Mitfavoriten gekürten FC Bayern. Nach dem krachenden Aus im DFB-Pokal im Oktober durch das 0:5 bei Borussia Mönchengladbach können die Münchner nur noch die Meisterschaft gewinnen. Kein Triple, kein Double – ein Single bleibt. Das dürfte angesichts von neun Punkten Vorsprung auf Dauerrivale Borussia Dortmund allerdings nicht mehr schief gehen. Aber genügt das dem stolzen FC Bayern?

Tat sich schwer: Robert Lewandowski. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Das sei „nicht ausreichend“ für die Ansprüche des Vereins, beantwortete Nagelsmann die Frage selbst. Das Halbfinale in der Königsklasse sei schließlich „immer ein bisschen das Minimalziel“. Wie schon in der vergangenen Saison ist aber wieder im Viertelfinale Schluss. Damals war allerdings auch wegen der zu dieser Saison abgeschafften Auswärtstorregel und personeller Schwächungen gegen die Glamour-Truppe von Paris Saint-Germain (2:3, 1:0) Endstation.
Müller ist ratlos
„Natürlich sind wir hier im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. Deswegen werden wir aber nicht in Tränen ausbrechen beim FC Bayern“, sagte Vorstandschef Oliver Kahn. „Wir haben nächstes Jahr wieder die Möglichkeit und werden wieder angreifen.“

Villarreal jubelt über den Halbfinaleinzug. © APA/afp / JOSE JORDAN


Kahn nahm die Spieler des FC Bayern nach dem Aus in Schutz. „Mehr Einsatz und Wille als die Mannschaft gezeigt hat, geht kaum“, befand der frühere Weltklasse-Torwart bei Amazon Prime Video. „Ich denke, man kann der Mannschaft alles andere als einen Vorwurf machen, sie hat alles reingehauen.“ Nur eben nicht im Hinspiel wie erhofft.

Als „extrem bitter“ bezeichnete Offensivspieler Thomas Müller das Aus. „Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, ein gutes Spiel gemacht.“ Allerdings nutzten die Bayern ihre Chancen vor allem in der zweiten Hälfte nicht. Diesen Vorwurf müsse man sich gefallen lassen, sagte der Nationalspieler. „Die Niederlage zu akzeptieren, ja weiß ich auch nicht genau, was ich sagen soll“, räumte der ratlose Müller ein.

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