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Mario Pasalic schaffte mit Atalanta gegen Dortmund die Sensation. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI

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Mario Pasalic schaffte mit Atalanta gegen Dortmund die Sensation. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI

Atalanta rettet Italiens Ehre, Juve verpasst Sensation

Nach dem 0:2 im Hinspiel vor acht Tagen in Dortmund trauten nur wenige Fußball-Fans Atalanta das Weiterkommen in der Champions League zu. Doch die Bergamasken haben im Rückspiel am Mittwoch die Überraschung geschafft und damit gleichzeitig Italiens Ehre gerettet.

Napoli und Inter sind schon ausgeschieden, Juventus scheiterte dramatisch an Galatasaray Istanbul. Doch Atalanta hat die Blamage des italienischen Fußballs verhindert. Seit Einführung der Champions League im Jahr 1992 stand zumindest immer ein Team aus dem Stiefelstaat im Achtelfinale – und so ist es auch heuer: Atalanta gewann das Playoff-Rückspiel gegen Borussia Dortmund mit 4:1 und zog doch noch in die Runde der letzten 16 ein.


Drei Tage vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München schied der BVB also international aus – eine herbe Klatsche. Gianluca Scamacca brachte die Italiener bereits in der 5. Minute in Führung. Davide Zappacosta (45.) glich das Hinspiel-Ergebnis noch vor der Pause aus. Nur drei Minuten nach einem Pfostenschuss von Maximilian Beier erhöhte Mario Pasalic auf 3:0 (57.).


Karim Adeyemi (75.) brachte die Dortmunder wieder zurück. Der gebürtige Berliner Lazar Samardzic erzielte aber in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer für Bergamo durch einen nach Videobeweis verhängten Foulelfmeter (90.+8). Ramy Bensebaini, der den Elfmeter mit einem zu hohen Fuß verschuldete, flog mit Gelb-Rot vom Platz. Torhüter Gregor Kobel hatte zuvor schwer gepatzt.

Dortmund am Boden

Der BVB trat in Bergamo ohne die Unterstützung seiner organisierten Fanszene an. Das Bündnis „Südtribüne Dortmund“ begründete das Fernbleiben mit polizeilichen Maßnahmen gegen Fans aus der Ultra-Szene und sprach von Repressalien, die „in fast 16 Jahren ununterbrochener Europapokal-Präsenz ein Novum für uns darstellen“. Ein solches Aus war den Dortmundern im Europacup zuvor nur im Dezember 1987 gegen den FC Brügge passiert. Damals scheiterte der BVB nach einem 3:0 im Hinspiel durch ein 0:5 nach Verlängerung.

Juventus-Aufholjagd bleibt unbelohnt

Nach dem 2:5 in Istanbul war Juventus in Turin nicht mehr viel zugetraut worden. Doch die Alte Dame drehte im Playoff-Rückspiel am späten Mittwochabend im heimischen Allianz Stadium ordentlich auf und holte den Drei-Tore-Rückstand nach 90 Minuten auf. Doch in der Verlängerung erzielte ausgerechnet Ex-Napoli-Stürmer Victor Osimhen doch noch das 1:3 und sorgte für den Achtelfinal-Einzug der Türken.

Kenan Yildiz und Juventus scheiterten dramatisch. © APA/afp / ISABELLA BONOTTO

Kenan Yildiz und Juventus scheiterten dramatisch. © APA/afp / ISABELLA BONOTTO


Juventus zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch vor acht Tagen und spielte wie ausgewechselt. Trotz einer Roten Karten gegen Kelly in der 48. Minute erzielte die Truppe von Luciano Spalletti in Unterzahl zwei weitere Tore. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Edon Zhegrova auch noch das 4:0 auf dem Fuß gehabt. Nach dem Treffer von Osihmen erzielte Baris Yilmaz in der 119. Minute auch noch das 3:2 und besiegelte damit engültig das Aus von Juventus.

Champions League, Playoffs: Der Mittwoch

Atalanta – Borussia Dortmund 4:1 (Hinspiel 0:2)
1:0 Scamacca (5.), 2:0 Zappacosta (45.), 3:0 Pasalic (57.), 3:1 Adeyemi (75.), 4:1 Samarcic (98.)

Juventus – Galatasaray 3:2 (2:5)
1:0 Locatelli (37.), 2:0 Gatti (70.), 3:0 McKennie (82.), 3:1 Osimhen (106.), 3:2 Yilmaz (119.)

PSG – AS Monaco Hinspiel 2:2 (3:2)
0:1 Akliouache (45), 1:1 Marquinhos (60.), 2:1 Kvaratskhelia (66.), 2:2 Teze (91.)

Real Madrid – Benfica 2:1 (1:0)
0:1 Rafa Silva (14.), 1:1 Tchoamani (16.), 2:1 Vinicius Junior (80.)

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