
Real Madrid ist seit einigen Wochen nicht wiederzuerkennen. © APA/afp / THOMAS COEX
Schicksalsspiel für Real Madrid, Juve muss liefern
Xabi Alonso hockt am Mittwochabend gegen Manchester City auf dem berüchtigten Schleudersitz. Juventus muss in der Champions League hingegen endlich in die Gänge kommen.
10. Dezember 2025
Von: dpa/nie
Trainer Xabi Alonso von Real Madrid steht laut spanischen Medien beim Champions-League-Topduell gegen Manchester City bereits der Job auf dem Spiel. Nach nur zwei Siegen in den vergangenen sieben Begegnungen sei das Match am Mittwoch (21.00 Uhr) im heimischen Bernabéu-Stadion ein Schicksalsspiel – oder wie die gewöhnlich hervorragend informierte Zeitung Marca groß auf Seite eins titelte: „Ein Finale für Xabi“.
Medienberichte, er sei bei vielen seiner wichtigsten Schützlinge unbeliebt, bestritt Alonso am Tag vor dem wichtigen Spiel. Er genieße die Unterstützung des gesamten Kaders, beteuerte er. „Die Mannschaft hält zusammen und ist davon überzeugt, dass wir morgen gewinnen können“, sagte er vor dem Schicksalsspiel. Und fügte hinzu: „Wenn man Trainer von Real ist, muss man darauf vorbereitet sein, solche Situationen mit Ruhe und Verantwortung zu meistern.“
Krisensitzung nach Pleite
Der Druck ist groß: Nach der 0:2-Pleite vor heimischem Publikum gegen Celta de Vigo, die den Rückstand auf Tabellenführer und Erzrivale FC Barcelona von Trainer Hansi Flick auf vier Punkte anwachsen ließ, soll es laut Medien noch in der Nacht auf Montag eine Krisensitzung der Vereinsführung um Präsident Florentino Pérez (79) gegeben haben. Der Boss und Baumagnat soll sich Alonso nach dem Abpfiff mit den Worten vorgeknöpft haben: „Hier muss sich etwas ändern, und die Lösungen müssen umgehend kommen.“Xabi Alonso steht bei Real Madrid in der Kritik. © ANSA / Sergio Perez
In Madrid brodelt bereits die Gerüchteküche. Als mögliche Nachfolger werden die früheren Real-Trainer Zinedine Zidane und José Mourinho gehandelt, aber auch Jürgen Klopp. Chancen habe aber auch der frühere Vereinsprofi Alvaro Arbeloa, der derzeit die zweite Mannschaft trainiert, heißt es.
Juventus alles andere als königlich
Der Begriff „Schicksalsspiel“ darf auch bei Juventus Anwendung finden – jedoch nicht mit Bezug auf den Trainer. Seit Luciano Spalletti Ende Oktober sein Amt übernommen hat, blieben die Bianconeri zunächst sieben Spiele am Stück ungeschlagen (vier Siege, drei Remis). Erst am zurückliegenden Sonntag setzte es gegen Meister Napoli die erste Niederlage (1:2). Ein Aussetzer, für den der ehemalige Nationaltrainer Italiens die Verantwortung übernahm. „In Neapel habe ich der Mannschaft mit meinen Entscheidungen geschadet“, sagte er am Dienstag auf der Pressekonferenz.Juventus hat gegen Napoli eine Pleite kassiert. © APA/afp / CARLO HERMANN
Im Heimspiel gegen den Underdog aus Zypern (21.00 Uhr) soll Juve nun wieder in die Erfolgsspur finden. Das wird jedoch nicht einfach. „Die Jungs lassen mich auf einer Achterbahnfahrt mitfahren, schöne Spielzüge, großartige Intuitionen und dann die Bremsung. Wir müssen nach der Kontinuität suchen, die wir noch nicht haben“, sprach Spalletti vorhandene Defizite an.
Bislang war die Königsklasse für den italienischen Rekordmeister kein gutes Pflaster. In fünf Spielen feierte Juve nur einen Sieg, dem gegenüber stehen drei Remis und eine Niederlage. Mit sechs Punkten stehen die Bianconeri auf Platz 24 – also auf dem letzten Platz, der zu den Playoffs berechtigt. Pafos kommt ebenso auf sechs Zähler, aufgrund der schlechteren Tordifferenz folgen sie auf Rang 25.
Champions League: Die Spiele am Mittwoch
Villarreal – Kopenhagen (18.45 Uhr)Qarabag – Ajax
Real Madrid – Manchester City (21.00 Uhr)
Borussia Dortmud – Bodö Glimt
Juventus – Pafos
Bayer Leverkusen – Newcastle United
Benfica – Napoli
Club Brügge – Arsenal
Athletic Bilbao – Paris Saint-Germain
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