a Champions League

Nutzte seine erste Chance: Dusan Vlahovic. © ANSA / Domenech Castello

Vlahovic reicht nicht – Juventus lässt Entscheidung offen

Über weite Strecken legte Juventus gegen Villareal einen souveränen und abgebrühten Auftritt hin. Letzten Endes reichte aber ein Geniestreich der Marke Capoue aus, um den Juve-Riegel zu durchbrechen und die Gäste mit langen Gesichtern heimzuschicken.

Massimiliano Allegri schien Juventus den Geist der Alten Dame ansatzweise wieder eingehaucht zu haben. Auch wenn das Blitztor von Dusan Vlahovic den Bianconeri gehörig in die Karten spielte, strahlten sie über weite Strecken eine große Selbstsicherheit aus. Kaum Ballbesitz, aber die Kontrolle über das Spiel nicht abgeben – das war die Devise der Norditaliener. Durch das 1:1 verblassen aber die positiven Erinnerungen an diesen Dienstagabend.


33 Sekunden reichten Vlahovic bei seinem Debüt in der Champions League. Das frühe Tor bedeutete auch einen Rekord für den Serben. Es war das schnellste Tor eines Startelfdebütanten in der Geschichte der Champions League. Beflügelt von diesem berauschenden Startschuss verwalteten die Bianconeri ihre Führung konsequent und setzten hin und wieder Nadelstiche. Gleichzeitig hatten Danilo und Cuadrado die quirrlige linke Seite der Spanier über den ganzen Abend im Griff. Alberto Moreno und Alfonso Pedraza fanden nicht ins Spiel.

Villareal belohnt sich
Villareal meldete sich nach rund zehn Minuten erstmals in der Partie an und kam gleich zweimal gefährlich zum Abschluss. Lo Celso hat in der 12. Minute die größte Chance und trifft aus bester Lage nur den linken Außenpfosten. Fehler im Aufbau und Unstimmigkeiten in den Abläufen erschwerten Villareal vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel nach vorne.

Alle schauen zu: Parejo schiebt ungehindert zum Ausgleich ein. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Auf der Suche nach der zündenden Idee verschoben die Gastgeber ihre Reihen hin und her, setzten einen Seitenwechsel nach dem anderen. Und als das Spiel langsam aber sich träge zu werden schien, stachen die Spanier zu. Etienne Capuoe hat rund zehn Meter vor dem Strafraum viel zu viel Zeit und schickt Parejo ungehindert in den Strafraum. Dessen Begleiter Rabiot verliert ihn völlig aus den Augen. Parejo nimmt den Ball direkt und schiebt zum verdienten Ausgleich ein (65.).
Wiederholt sich die Geschichte?
Im Anschluss geriet Juve ins Straucheln, die Hausherren investierten indes weiterhin mehr in die Partie, belohnten sich aber nicht mit der Führung. In den Schlussminuten drückten die Gastgeber sogar auf das späte Siegtor, die Bianconeri behielten aber die Nerven und klammerten sich am Ausgleich fest. Dieser geht letzten Endes so in Ordnung. Juventus hatte bis zum Ausgleich alles im Griff, danach wurden Konstanz und Selbstbewusstsein vermisst. Der positive Eindruck aus der ersten Halbzeit ging völlig verloren.

Das Rückspiel wird zum Finalspiel. © APA/afp / JOSE JORDAN

Das Rückspiel geht am 16. März über die Bühne. Dann will Juventus das erste Mal seit 2019 wieder in das Viertelfinale der Königsklasse einziehen. In den letzten beiden Jahren scheiterte man gegen Lyon (2020) und Porto (2021) bereits in der Runde der letzten 16.

Villareal – Juventus 1:1
0:1 Vlahovic (1.), 1:1 Parejo (66.)

Chelsea – Lille 2:0
1:0 Havertz (8.), 1:1 Pulisic (63.)

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