a Conference League

Die beiden Fanlager gerieten aneinander. © APA/afp / NICOLAS TUCAT

Große Unruhen: Spiel in Conference League verschoben

Es sollte ein Fußball-Festtag werden und begann als große Party an der Cote d'Azur, doch dann legte sich ein dunkler Schatten über das Europapokal-Comeback des 1. FC Köln: Wegen schwerer Ausschreitungen ist das Conference-League-Spiel des Bundesligisten beim OGC Nizza am Donnerstag zunächst um eine Stunde verschoben worden.

Nach einem Sicherheitsmeeting entschied die UEFA, dass das Spiel statt um 18.45 Uhr um 19.40 Uhr beginnen sollte. Das wurde um 18.57 über die Stadion-Mikrofone in Deutsch und Französisch durchgesagt. Bei einem weiteren Zwischenfall werde die Partie aber sofort abgebrochen.


Rund 50 vermummte Kölner hatten zunächst den Block der Franzosen angegriffen. Bei der anschließenden Auseinandersetzung flogen Leuchtraketen, E-Roller, Stühle und Tische. Erst nach mehr als fünf Minuten hatte die Polizei die Situation wieder im Griff. Rund fünf Minuten später griffen Nizza-Anhänger den Kölner Block an. Diesmal war die Situation schneller unter Kontrolle. Über Verletzte und Festnahmen war zunächst nichts bekannt.

Kapitäne schreiten ein

Kölns Spielführer Jonas Hector und Nizzas Kapitän Dante traten mit Mikrofonen vor ihre Fan-Blöcke. „Wir wollten mit euch ein Fußball-Fest feiern. Wir wollen immer noch spielen, aber das können wir natürlich nicht gutheißen“, sagte Hector: „Wir haben uns den Arsch aufgerissen, um uns für die Conference League zu qualifizieren, und wollen das hier auch spielen. Verhaltet euch bitte ruhig, wir wollen hier Fußball feiern und keine Gewalt haben.“

Jonas Hector sprach mit den Fans. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER


Am Mittag waren Tausende FC-Fans durch die Stadt gezogen und hatten mit Karnevalshits und einem großen Umzug die Rückkehr ihres Vereins in den Europapokal gefeiert. Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi war verärgert über die Hinterlassenschaft und das Verhalten von FC-Anhängern. „Ich bedauere das unhöfliche und skandalöse Verhalten der Kölner Fans und den mangelnden Respekt gegenüber der Stadt, die sie großzügig und brüderlich empfängt“, schrieb er mit Fotos von Müllresten in der Stadt in den sozialen Medien. „Die Rechnungen für Schäden und die Reinigung öffentlicher Plätze werden wir an den Kölner Verein schicken“, kündigte er an.

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