a Conference League

Der SK Rapid Wien hat gegen den FC Vaduz, einen Zweitligisten aus der Schweiz, den Europapokal-Einzug verpasst. © APA / GEORG HOCHMUTH

Nach Riesenblamage bei Rapid: „Alles wird hinterfragt“

Der FC Vaduz feierte am Donnerstagabend in Wien. Die Liechtensteiner erreichten mit dem 1:0-Erfolg die Gruppenphase in der Fußball-Conference-League – ein historischer Meilenstein in der Klubgeschichte. Rapid hingegen hat ein Debakel aufzuarbeiten, das noch lange nachhallen dürfte.

„Der Stachel sitzt sehr tief, im Moment ist schon Leere da“, bekannte Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer nach der Partie sichtlich gezeichnet. Rapid verpasste nicht nur viel Geld, das die UEFA an die Teilnehmer der Gruppenphase ausschüttet, sowie prestigeträchtige Europacup-Duelle. Mindestens genauso schlimm ist der sportliche Gesichtsverlust nach der Blamage.


Dabei war alles angerichtet in Hütteldorf, sich erstmals für die im Vorjahr in Betrieb genommene Conference League zu qualifizieren. Trotz des dürftigen 1:1 auswärts im Hinspiel waren die Aufstiegschancen gegen den Vorletzten der zweiten Schweizer Liga vor heimischem Publikum intakt. „Es ist heute nicht an der Einstellung gelegen. Wir konnten aus unserer Überlegenheit in der Anfangsphase keinen Profit mitnehmen und sind dann mit dem ersten Fehler sehr hart bestraft worden. Unterm Strich kann man sagen, wir haben zwei Fehler gemacht, die dann spielentscheidend waren“, fasste Feldhofer zusammen.

Trainer Ferdinand Feldhofer steht schon seit Wochen in der Kritik. Muss er jetzt gehen? © APA / GEORG HOCHMUTH

Auf Personal- oder gar die Trainerfrage hatte indes niemand Lust in Hütteldorf. „Ich denke, es geht um Rapid. Man sollte jetzt nicht auf Einzelne schauen, sondern nach vorne und nach Lösungen suchen“, sagte Feldhofer kurz angebunden. „Alle sind extrem enttäuscht. Ob wer weggeht oder wir irgendwas machen, keine Ahnung.“ Dass im Krisenfall alles in Frage gestellt wird, war auch Guido Burgstaller klar. „Wenn du das Ziel, das du dir steckst, nicht schaffst, dann ist klar, dass alles hinterfragt wird. Das ist völlig normal“, so der Stürmer.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

solche Dinge kommen nur vor, wenn die Mannschaft jemanden wegputzen will (etwa einen allzu strengen Trainer)

26.08.2022 08:04

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