a Europa League

Nach dem entscheidenden Elfmeter brachen bei Frankfurt alle Dämme. © APA/afp / JORGE GUERRERO

Nach Elferkrimi: Eintracht Frankfurt gewinnt Europa League

Triumph in Sevilla! Die Europa-Spezialisten von Eintracht Frankfurt haben ihre denkwürdige Saison mit dem ersten internationalen Titel seit 42 Jahren gekrönt und spielen erstmals in der Champions League.

In einem elektrisierenden Finale der Europa League gewann das Team von Trainer Oliver Glasner im Nervenspiel Elfmeterschießen mit 5:4 gegen die Glasgow Rangers und sorgte für den ersten deutschen Titel in diesem Wettbewerb seit 1997.


Noch in der regulären Spielzeit hatte Rafael Borré (69.) die Rangers-Führung vor 44.000 Zuschauern durch Joe Aribo (57.) ausgeglichen. In der Entscheidung vom Punkt wurden Torwart Kevin Trapp mit dem gehaltenen Versuch von Aaron Ramsey und der wieder treffsichere Borré zum Helden.

Frankfurts Fans mit einer beeindruckenden Choreo. © APA/afp / PIERRE-PHILIPPE MARCOU


Am Donnerstag soll beim Empfang am Frankfurter Römer die große Siegesparty in der Heimat steigen. Angeführt von Kapitän Sebastian Rode, der nach Kopfverletzung mit blauem Turban spielte, steht das Team nun auf einer Stufe mit den UEFA-Cup-Siegern von 1980 um Karl-Heinz Körbel und den in diesem Jahr gestorbenen Jürgen Grabowski.
Gänsehaut-Atmosphäre
Im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán herrschte von Beginn an eine Wahnsinnsstimmung. Die Eintracht-Fans hatten ihr Team mit einer erneut beeindruckenden Choreographie empfangen, in den Gassen und auf den Plätzen der andalusischen Metropole verfolgten Tausende Anhänger beider Clubs das Endspiel ohne Ticket. Während der Partie berichteten spanische Medien von Auseinandersetzungen beider Fangruppen etwa drei Stunden vor dem Anpfiff. In der Arena überwog die Euphorie.

Und die Hessen starteten sehr engagiert in die Partie. Mit viel Risiko und scharfen Pässen spielte sich die Eintracht immer wieder an den Rangers-Strafraum – musste in der fünften Minute aber gleich einen Schockmoment überstehen. Rode blieb nach einem Foul von John Lundstram am Kopf blutend auf dem Rasen liegen und wurde mehrere Minuten behandelt. Der Brite hatte den Eintracht-Profi mit dem Schuhstollen an der Stirn getroffen.

Kevin Trapp pariert den entscheidenden Elfmeter. © APA/afp / PIERRE-PHILIPPE MARCOU


Das dritte internationale Finale der Eintracht nach 1960 und 1980 wurde nach der Pause zunehmend spannender. In der zweiten Halbzeit spielten beide Teams in Richtung der eigenen Fanblöcke. In Frankfurt zitterten über 50.000 Anhänger beim Public Viewing in der Eintracht-Arena mit. Erst recht, als Aribo nach einer Fehlerkette in der Frankfurter Abwehr von Djibril Sow und Tuta frei vor Trapp zum Abschluss kam und zum 1:0 traf. Tuta verletzte sich dabei, er wurde durch Makoto Hasebe ersetzt.
Ramsey scheitert an Trapp
Die Schlussphase vor Augen kam erst Daichi Kamada zur großen Chance zum Ausgleich, der Heber des Japaners ging aber nicht nur über Allan McGregor, sondern auch über das Tor (67.). Borré machte es im Strafraum nach einer scharfen Hereingabe besser – das Spiel war wieder und blieb offen. Es ging zuerst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen, wo ausgerechnet die Juventus-Leihgabe Aaron Ramsey für die Rangers an Trapp scheiterte. Frankfurt verwandelte alle fünf Versuche – und krönte sich so zum Champion.

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