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Frankreichs Goldtorschütze Theo Hernandez (Mitte) wird von seinen Teamkollegen bejubelt. © APA/afp / FRANCK FIFE

3:2 nach 0:2: Spektakuläre Franzosen stehen im Finale

Was für ein Comeback! Belgien führt im Halbfinale der Nations League gegen Frankreich bereits 2:0, ehe der Weltmeister in der zweiten Halbzeit zurückschlägt. Nun trifft Frankreich im Finale auf Spanien.

Mit einer weltmeisterlichen Energieleistung hat Frankreich die nächste große Enttäuschung noch abgewendet und das Finale der Nations League erreicht. Die Equipe tricolore kam am Donnerstag trotz eines 0:2-Rückstandes noch zu einem 3:2 gegen Belgien und darf damit drei Jahre nach dem WM-Triumph auf den nächsten Titel hoffen. Frankreich trifft nun am Sonntag (20.45 Uhr) in Mailand im Finale auf Spanien, das am Mittwoch Europameister Italien 2:1 besiegt hatte.


Karim Benzema (62. Minute), Kylian Mbappé per Foulelfmeter (69.) und Theo Hernandez (90.) erzielten die Tore für die Franzosen, die Ende Juni bei der EM noch an der Schweiz im Elfmeterschießen gescheitert waren. Belgien war durch Yannick Carrasco (37.) und Stürmerstar Romelu Lukaku (41.) in Führung gegangen, verpasste nach der schwachen zweiten Halbzeit aber die Revanche für die Niederlage im WM-Halbfinale 2018. Damit müssen die Roten Teufel weiter auf den ersten internationalen Titel seit dem Olympiasieg 1920 warten.

Belgien dominiert die erste Hälfte
Die Franzosen hatten ihren Traumsturm mit Kylian Mbappé, Karim Benzema und Antoine Griezmann aufgeboten. Schließlich war Wiedergutmachung für die EM angesagt. Doch zunächst war es die belgische Mannschaft, die dem kriselnden Weltmeister die Grenzen aufzeigte. Angetrieben von Superstar De Bruyne präsentierten die Belgier die reifere Spielanlage und waren auch vor dem Tor deutlich gefährlicher.

Romelu Lukaku erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für Belgien. © APA/afp / FRANCK FIFE


Die Führung der Roten Teufel leitete De Bruyne mit seinem Pass auf Carrasco ein. Der Mann von Atletico Madrid düpierte mit einem Haken Benjamin Pavard und schoss aus zwölf Metern ein. Frankreich war geschockt und kassierte den nächsten Tiefschlag. Wieder war es De Bruyne, der diesmal für Lukaku auflegte. Der wuchtige Torjäger kam mit einer Körpertäuschung an Lucas Hernandez vorbei und traf aus spitzem Winkel zum 2:0.

Womöglich schon die Entscheidung? Mitnichten. Der Weltmeister zeigte nach der Pause eine Reaktion, erarbeitete sich ein Übergewicht und kam zu Torchancen. Scheiterte Griezmann noch aus kurzer Position (58.), machte es Benzema besser: Nach Zuspiel von Mbappé ließ sich der Torjäger von Real Madrid auch von drei, vier Gegenspielern nicht beeindrucken.
Im Finish überschlagen sich die Ereignisse
Frankreich drängte weiter. Nach einem Foul von Youri Tielemans an Griezmann verweigerte Schiedsrichter Daniel Siebert zunächst den Strafstoß, revidierte nach Kontaktaufnahme mit dem VAR aber seine Entscheidung. Diesmal zeigte Mbappé, der gegen die Schweiz noch verschossen hatte, keine Nerven und traf zum Ausgleich.

Kylian Mbappe trifft vom Punkt. © APA/afp / MASSIMO RANA


Dann überschlugen sich die Ereignisse: Lukakus Tor wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben. Auf der Gegenseite traf Paul Pogba per Freistoß die Latte, ehe Hernandez mit einem wuchtigen Schuss die Franzosen jubeln ließ.

Nations League, Halbfinale 2
Belgien – Frankreich 2:3
1:0 Carrasco (37.), 2:0 Lukaku (40.), 2:1 Benzema (62.), 2:2 Foulelfmeter Mbappe (69.), 2:3 Theo Hernandez (90.)

Finale: Frankreich – Spanien (Sonntag um 20.45 Uhr)

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