
Auch Cagliaris Alessandro Romano wurde für die Squadra Azzurra nominiert. © Cagliari Calcio
Aus Vergangenheit gelernt? Viele Neue in Italiens Kader
Drei Mal in Folge hat Italien die WM verpasst. Das ist für die ehemalige Fußball-Nation mehr als nur ein Debakel. Inzwischen ist Roberto Mancini als Nationalcoach zurückgekehrt. Den Kader der Squadra Azzurra hat der Europameister von 2021 bereits ordentlich umgekrempelt.
18. September 2026
Von: dl
Am Freitagabend hat Mancini seinen Kader für die anstehenden vier Spiele der Nations League bekanntgegeben. Dabei wird Italien auf Belgien (25. September), die Türkei (28. September), Frankreich (2. Oktober) und wieder die Türkei (5. Oktober) treffen.
Mit Mohamed Ali Zoma (Nürnberg), Antonio Vergara (Napoli), Alessandro Romano (Cagliari), Issa Doumbia (Sporting), Michael Kayode (Brentford) und Massimo Pessina (Bologna), Daniele Ghilardi (Roma), Eddy Kouadio (Monza) und Sebastiano Esposito (Sassuolo) stehen neun mögliche Debütanten im Aufgebot.
Mancini bedient sich auch im Ausland
Dazu gesellt sich Dortmunds 18-jähriges Offensiv-Talent Samuele Inácio, der zwar schon Anfang Juni einmal für die A-Mannschaft Italiens gespielt hat, allerdings war damals nahezu der gesamte Kader geschont worden. Mancini will also den Jungen eine Chance geben. Das wurde dem italienischen Fußball in der Vergangenheit ja des Öfteren vorgeworfen. Dabei bedient sich Mancini auch bei den ausländischen Klubs, weil viele Serie-A-Klubs sich weiterhin gegen die eigene Jugend entscheiden.Michael Kayode (rechts) sorgt derzeit in der Premier League bei Brentford für Furore. © APA/afp / ADRIAN DENNIS
Ein Trainer, der dazu nicht zählt, ist Cagliaris Fabio Pisacane. Der Coach von Raphael Kofler setzt unter anderem auch auf Romano. Der 20-jährige Mittelfeldspieler, der in der Schweiz geboren wurde, hat sich für das Land seiner Eltern entschieden und könnte nun sein Debüt für Italien feiern. Interessant ist auch die Personalie Zoma, der heuer für Nürnberg in der 2. Bundesliga schon fünf Mal getroffen hat. Der 22-Jährige übersiedelte im Vorjahr von Serie-C-Klub AlbinoLeffe nach Deutschland und sorgt dort mit seiner Schnelligkeit für mächtig Furore. Im Sommer stand schon ein 20-Millonen-Wechsel im Raum, stattdessen soll er Nürnberg zunächst noch zum Aufstieg schießen.
Mancini vertraut seinen Europameistern
Kurios: Neben Zoma kommt auch Issa Doumbia aus der Jugend von AlbinoLeffe. Im Vorjahr sorgte der 22-jährige Mittelfeldspieler in der Serie B bei Venezia für Furore und wechselte im Sommer für 20 Millionen Euro zu Sporting nach Lissabon. Er bringt ebenfalls mehr Physis und Tempo in den Kader, was in den letzten Jahren fehlte. Mancini vertraut aber auch auf den Stamm um Gianluigi Donnarumma, Nicoló Barella, Giovanni Di Lorenzo, Giacomo Raspadori, Bryan Cristante und Alessandro Bastoni.Italiens Kader
TorhüterMarco Carnesecchi (Atalanta), Gianluigi Donnarumma (Manchester City), Massimo Pessina (Bologna), Guglielmo Vicario (Juventus)
Verteidiger
Honest Ahanor (Crystal Palace), Alessandro Bastoni (Inter), Riccardo Calafiori (Arsenal), Diego Coppola (Paris FC), Giovanni Di Lorenzo (Napoli), Federico Dimarco (Inter), Daniele Ghilardi (Roma), Michael Kayode (Brentford), Eddy Kouadio (Monza), Gianluca Mancini (Roma), Giorgio Scalvini (Atalanta)
Mittelfeld
Nicolò Barella (Inter), Bryan Cristante (Roma), Issa Doumbia (Sporting), Nicolò Fagioli (Fiorentina), Davide Frattesi (Lazio), Rolando Mandragora (Torino), Alessandro Romano (Cagliari), Sandro Tonali (Tottenham)
Angriff
Nicolò Cambiaghi (Bologna), Francesco Pio Esposito (Inter), Sebastiano Esposito (Sassuolo), Samuele Inacio (Borussia Dortmund), Moise Kean (Como), Daniel Maldini (Cagliari), Giacomo Raspadori (Atalanta), Gianluca Scamacca (Atalanta), Antonio Vergara (Napoli), Nicolò Zaniolo (Udinese), Mohamed Alì Zoma (Nürnberg)
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