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Giorgio Chiellini sagt mit 37 Jahren „goodbye“. © APA/afp / FACUNDO ARRIZABALAGA

Bewegender Abschied: Italiens Sympathieträger sagt „ciao“

Europameister Giorgio Chiellini bestreitet bei der „Finalissima“ gegen Südamerika-Champion Argentinien sein finales Spiel für die Azzurri.

Giorgio Chiellini sagt nach dem Abschied von Juventus auch Italiens Fußball-Nationalteam „ciao“. Wenn der Europameister am Mittwochabend (20.45 Uhr) in der „Finalissima“ auf Südamerikas Champion Argentinien trifft, darf der 37-Jährige noch ein letztes Mal das Trikot der Azzurri überstreifen. Das Duell mit Lionel Messi und Co. im Londoner Wembley wird Chiellinis 117. Länderspiel sein, fast zwei Dekaden nach seinem Debüt für Italien.


Dort, wo Chiellini vor knapp einem Jahr den EM-Pokal in den Nachthimmel gestemmt hatte, geht nun eine außergewöhnliche Karriere zu Ende. Im November 2004 debütierte er in den Nationalfarben. „Ich habe mir den größten Traum erfüllt“, erzählte der Verteidiger diese Woche auf seiner letzten Pressekonferenz als Nationalspieler. „Als Kind hätte ich nie daran denken oder gar darauf hoffen können, so weit zu kommen.“

Der in Pisa geborene Fußballer war Livorno und Fiorentina 2005 zu Rekordchampion Juventus Turin gekommen, wo er in 17 Jahren eine Ära prägte mit neun Meistertiteln und fünf Cupsiegen. Für die ganz großen Triumphe reichte es lange nicht: Zweimal verloren die Turiner das Finale der Champions League, bei Weltmeisterschaften war Chiellinis Squadra Azzurra 2010 und 2014 eine Enttäuschung.

In den Geschichtsbüchern der Endrunde in Brasilien ist der Verteidiger dennoch verewigt, und zwar als Biss-Opfer von Uruguay-Star Luis Suarez.

Unvergessen: Die Bissattacke auf Chiellini. © APA/epa / EMILIO LAVANDEIRA JR

Die WM blieb auch zum Abschluss ein Ärgernis. Wie vor vier Jahren patzte Italien in der Qualifikation und wird das Turnier in Katar nur als Zuschauer erleben. „Leider hat das nicht geklappt“, meinte Chiellini. Er glaube aber an das Schicksal. Dieses habe ihm schließlich die „notti magiche“, die magischen Nächte der EM 2021, beschert. Das Achtelfinale gegen Österreich (2:1 n.V.) versäumte er damals verletzt.

„Ich wollte immer auf hohem Niveau aufhören“, sagte Chiellini. „Und das habe ich nun geschafft.“ Was er nach dem Abschied von der Nationalmannschaft und auch von Juventus nun mache, das sei nicht entschieden. Womöglich zieht es ihn für die Nachspielzeit seiner Karriere noch mal etwas weiter weg, die amerikanische MLS lockt. Nach der „Finalissima“ stehe aber erstmals ein Besuch im Disneyland mit den zwei Töchtern auf dem Programm.

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