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Gianluca Scamacca hat den ersten Treffer des Abends erzielt. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

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Gianluca Scamacca hat den ersten Treffer des Abends erzielt. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Die Türkei hofft nur kurz: Italien kämpft sich zum Sieg

Zum Abschluss der XXL-Länderspielpause hat sich die italienische Nationalmannschaft einen Sieg über die Türkei erkämpft. In Gruppe 1 der Liga A in der UEFA Nations League stehen die Azzurri auf Rang zwei.

Italiens Nationalmannschaft hat die Länderspielpause mit einem Sieg abgeschlossen. In Bologna setzten sich die Azzurri mit 3:1 (1:0) gegen die Türkei durch, womit sie in Gruppe 1 der Liga in der UEFA Nations League an Belgien vorbeizogen.


Den Zuschauern im Stadio Renato Dall’Ara bot sich in der ersten Halbzeit mit Blick auf die Spielanteile eine äußerst ausgeglichene Partie. Mit offensiven Akzenten wurde zunächst auf beiden Seiten sparsam umgegangen – bis die Türkei erstmals vorne anklopfte. In der 13. Minute musste Gianluigi Donnarumma eingreifen, als Ozan Kabak aus der zweiten Reihe einfach mal trocken abzog. Der italienische Torhüter tauchte ab und parierte zur Ecke.


Wenig später folgte ein türkischer Doppelschlag: Zuerst wehrte Donnarumma einen Distanzschuss seitens Salih Özcan ab, kurz darauf tauchten die Gäste erneut im Strafraum auf. Eine feine Hereingabe von links landete bei Yunus Akgün, der das Leder in die Arme von Donnarumma köpfte (17.). Mehr als jene drei Schüsse aufs Tor sollte die Türkei in den ersten 45 Minuten nicht fabrizieren.

Mit der ersten Chance: Scamacca bricht den Bann

Dafür wurden nun die Azzurri etwas aktiver – und stachen prompt zu. Nachdem ein vermeintlicher Führungstreffer durch Gianluca Scamacca in der 23. Minute noch wegen einer klaren Abseitsstellung zurückgenommen worden war, machte der Stürmer von Atalanta nur drei Zeigerumdrehungen später alles richtig. Bei einer Flanke von di Lorenzo behielt Scamacca nach einem Missverständnis mit Issa Doumbia die Übersicht und jagte die Kugel mit Unterstützung der Latte in die Maschen (26.).

Gianluca Scamacca (rechts) traf zum 1:0. © ANSA / ELISABETTA BARACCHI

Gianluca Scamacca (rechts) traf zum 1:0. © ANSA / ELISABETTA BARACCHI


Im Anschluss lauerte der viermalige Weltmeister vermehrt auf Umschaltmomente und mögliche Konter, gefährliche Chancen sollten sich bis zum Pausenpfiff aber für beide Mannschaften nicht mehr ergeben.

Doumbia vergibt – dann geht alles schnell

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff brachte Trainer Roberto Mancini mit Michael Kayode, Riccardo Calafiori und Pio Esposito drei frische Kräfte auf den Rasen – und letzterer sollte auf Anhieb für Furore sorgen. Mit einem feinen Steckpass über links schickte Esposito Doumbia auf die Reise, der Mittelfeldmann tauchte halblinks im Sechzehner auf und scheiterte mit seinem Flachschuss an Ugurcan Cakir (58.).

Die Türkei erzielte den verdienten Ausgleich. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Die Türkei erzielte den verdienten Ausgleich. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI


Eine Nachlässigkeit, welche sich kurze Zeit später rächen sollte. Auf dem rechten Flügel steckte Akgün die Kugel auf den aufgerückten Mehmet Zeki Celik durch. Dessen flache Hereingabe rutschte bis an den zweiten Pfosten durch, wo Aral Simsir nur noch locker einschieben musste (61.). Der verdiente Ausgleich war jedoch kein Brustlöser für die Türken, vielmehr wurde Italien davon wachgerüttelt. Drei Minuten später schlugen die Azzurri in Person von Calafiori zurück, der sich bei einer Freistoßflanke von Barella am linken Fünfereck gegen Eren Elmali behauptete und den Ball rechts unten einköpfte (64.).

Esposito macht den Deckel drauf

Im Anschluss scheuten beide Mannschaften nicht mehr den Gang in die Offensive, die Oberhand sollte aber letztlich Italien behalten. Donnarumma parierte in der 78. Minute noch einmal gegen Özcan, auf der anderen Seite klingelte es schließlich kurz vor Schluss: Doumbia setzte sich auf der rechten Seite durch und zog ins Zentrum. Dort wurde sein Schuss abgeblockt, der Ball landete bei Alessandro Romano, dessen Abschluss von Esposito unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde (87.).

Mit sieben Punkten verabschiedet sich Italien aus der Länderspielperiode. Weiter geht es am 12. November am 5. Spieltag der Nations League gegen Frankeich (20.45 Uhr).

UEFA Nations League: Italien – Türkei 3:1 (1:0)

Italien: Donnarumma – di Lorenzo (55. Kayode), Mancini, Bastoni, Ruggeri (56. Calafiori) – Barella (70. Tonali), Romano, Doumbia – Vergara (84. Frattesi), Scamacca (56. Esposito), Maldini.

Türkei: Cakir – Kadioglu (89. Aydin), Celik, Kabak, Bardakci, Elmali – Özcan, Yüksek (79. Aktürkoglu), Kahveci (70. Elmaz), Simsir (70. Fakili) – Akgün (88. Gül).

Tore: 1:0 Scamacca (26.), 1:1 Simsir (61.), 2:1 Calafiori (64.), 3:1 Esposito (87.)

Die restlichen Ergebnisse:
Frankreich – Belgien 4:1 (0:1)
Tore: 0:1 Lukebakio (35.), 1:1 Doué (77.), 2:1 Cherki (81.), 3:1 Olise (88.), 4:1 Olise (90.+1)

Zypern – Lettland 2:1 (0:0)
Ukraine – Ungarn 1:2 (0:0)
Nordirland – Georgien 0:0
Bosnien – Polen 1:0 (0:0)
Rumänien – Schweden 0:1 (0:1)
Montenegro – Armenien 0:0

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