
Sandro Tonali kämpft mit Italien um die WM-Teilnahme. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI
„Größte Feind ist die Angst“: Italien vor dem Showdown
Für Italien geht es im Showdown um die WM-Teilnahme um das Ende einer bitteren Durststrecke. Sowohl 2018 als auch 2022 musste die Squadra Azzurra bei der Fußball-Weltmeisterschaft zuschauen, im Playoff-Finale in Bosnien-Herzegowina am Dienstag (20.45 Uhr) wollen die Italiener die Nerven bewahren und auf die WM-Bühne zurückkehren.
30. März 2026
Von: apa/dl
Für die Mannschaft von Teamchef Gennaro Gattuso geht es in Zenica nicht nur gegen Torjäger Edin Dzeko (40), sondern vor allem um ein Erfolgserlebnis für die stolze, aber oft geschundene italienische Fußball-Seele. Zweimal war der Europameister 2021 zuletzt im Play-off zur WM gescheitert, zu einem dritten Mal soll es für den viermaligen Weltmeister freilich nicht kommen.
„Der größte Feind ist die Angst“, beschrieb die Gazzetta dello Sport die Ausgangslage vor dem Entscheidungsspiel. „Wir haben in dieser Woche ein Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist“, verriet Sandro Tonali am Donnerstag nach dem 2:0 im Halbfinale gegen Nordirland in Bergamo.
Edin Dzeko (links) will mit Bosnien Italien erneut die WM-Teilnahme verderben. © APA/afp / DARREN STAPLES
Aufgrund eines Wintereinbruchs in Bosnien blieb die Gattuso-Truppe kurzfristig länger in der Heimat und reiste am Montag nach dem Abschlusstraining erst verspätet an. Am Samstag hatte es etwas nördlich der Hauptstadt Sarajevo geschneit, Schnee bedeckte kurzfristig den Rasen im Stadion „Bilino Polje“ von Zenica.
Wirbel nach Jubel-Video
Für Wirbel im Vorfeld sorgte ein Video mit Federico Dimarco, das den Teamspieler von Inter jubelnd nach dem Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas, also des nun vermeintlich leichteren Gegners, im Elfmeterschießen in Wales zeigt. „Man hat mich arrogant genannt – aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?“, wies Dimarco den Arroganz-Verdacht von sich. „Wir haben das Finale verdient, wir hatten eine gute Qualifikation“, betonte Dzeko. Die Italiener seien aber nun große Favoriten.Federico Dimarco sorgte mit einem Video für Wirbel. © ANSA / MICHELE MARAVIGLIA
In der FIFA-Weltrangliste liegen die Bosnier (66.) weit hinter den Walisern (37.) und noch weiter hinter Italien (12.), das in der Qualifikationsgruppe zwei hohe Niederlagen gegen Norwegen (0:3, 1:4) kassiert hatte. Bosnien musste nach dem 1:1 im Entscheidungsspiel der Gruppenphase gegen Österreich in Wien in die Play-offs und erspielte sich nun eine weitere Chance auf die zweite WM-Teilnahme nach 2014. Der Sieger des Duells bekommt es bei der WM in Gruppe A mit Kanada, Katar und der Schweiz zu tun.
WM-Playoffs: Das Finale
Bosnien & Herzogovina – Italien (Dienstag, 20.45 Uhr)Tschechien – Dänemark
Kosovo – Türkei
Schweden – Polen
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