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Pep Guardiola wird als neuer Italien-Trainer gehandelt. © APA/afp / GLYN KIRK

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Pep Guardiola wird als neuer Italien-Trainer gehandelt. © APA/afp / GLYN KIRK

Guardiola und Italien: Wie realistisch ist das?

Am Montag kam die Meldung heraus, dass die neuen Verantwortlichen der italienischen Fußball-Nationalmannschaft Gespräche mit Pep Guardiola geführt haben. Doch wie realistisch ist ein Engagement des Star-Coaches im Stiefelstaat?

Vier Jahre FC Barcelona, ein Jahr Pause, drei Saisonen Bayern München und ein Jahrzehnt bei Manchester City: Eigentlich wollte einer der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten eine Pause einlegen, um den Akku neu aufzuladen. Doch könnte ausgerechnet Paolo Maldini Guardiola umstimmen? Der Technische Direktor Italiens war gemeinsam mit seinem Berater Leonardo das ganze Wochenende über in Barcelona, um Gespräche mit dem Katalanen zu führen.


Maldini möchte Guardiola unbedingt verpflichten, weiß jedoch genau, dass die Aufgabe alles andere als einfach ist. Das berichten unter anderem Sky Sport und die Gazzetta dello Sport. Der Hauptgrund liegt im Wunsch des 55-Jährigen, sich für eine gewisse Zeit zurückzuziehen und mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Diese habe ihm zuletzt gefehlt. Zudem muss Guardiola seine Akkus erst wieder aufladen – ähnlich wie es bei Jürgen Klopp nach der Zeit in Liverpool der Fall war.

Maldini will ihn unbedingt

Deshalb soll Maldini ihm ein umfangreiches Netzwerk aus Scouts und vertrauten Mitarbeitern angeboten haben, damit Guardiola möglichst viel Zeit zu Hause verbringen könnte. Ein wichtiger Vorschlag, der auch finanziell eine erhebliche Investition für den italienischen Verband bedeuten würde und über den Guardiola gründlich nachdenken möchte.

Pep Guardiola soll eine hohe Meinung von Paolo Maldini (rechts, hier mit seinem Berater Leonardo) haben. © ANSA / FILIPPO VENEZIA / Z97

Pep Guardiola soll eine hohe Meinung von Paolo Maldini (rechts, hier mit seinem Berater Leonardo) haben. © ANSA / FILIPPO VENEZIA / Z97


Maldini und Leonardo haben außerdem ein Projekt vorgestellt, das sich an Guardiolas Fußballphilosophie orientiert und die gesamte Struktur der italienischen Nationalmannschaften umfassen könnte. Bis Sonntag haben sie ihm Bedenkzeit gegeben. Maldini & Co. wollen nicht ewig warten, um den neuen Nationaltrainer präsentieren zu können. Laut Medienberichten fühlt sich Guardiola vom Angebot Maldinis geehrt und dem italienischen Fußball verbunden, die Tendenz spricht jedoch für seine Absage.

Die Alternativen

Im Hintergrund wird fleißig an den Alternativen für Guardiola gearbeitet: Am Donnerstag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Versammlung der Serie-A-Vereine. Dort werden Maldini und Leonardo ihr Reformprogramm vorstellen. Viele Klubs sollen Antonio Conte als Nationaltrainer gegenüber Andrea Pirlo oder Roberto Mancini bevorzugen, doch mit Conte soll es bis dato noch keine Gespräche gegeben haben.

Roberto Mancini, Andrea Pirlo oder Pep Guardiola (v.l.): Wer wird neuer Italien-Trainer? © ANSA / ANSA

Roberto Mancini, Andrea Pirlo oder Pep Guardiola (v.l.): Wer wird neuer Italien-Trainer? © ANSA / ANSA


Der neue FIGC-Präsident Giovanni Malagó gilt als Befürworter von Mancini, Maldini soll hingegen Pirlo bevorzugen. Der Weltmeister von 2006 soll laut Meinung der Verantwortlichen eine Spielphilosophie bevorzugen, die zur Zukunft des italienischen Fußballs passen würde. Mit Pirlo soll der bevorstehende Umbruch gelingen. Allerdings waren seine Erfolge als Klub-Trainer (Juventus, Karagümrük, Sampdoria, United FC) bisher bescheiden.

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