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Die Idee mit Pep Guardiola als Trainer hätte vielen Italienern gefallen. © APA/afp / GLYN KIRK

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Die Idee mit Pep Guardiola als Trainer hätte vielen Italienern gefallen. © APA/afp / GLYN KIRK

Italien-Chaos: So nah war Guardiola dran

Rund um die Trainersuche der italienischen Fußball-Nationalmannschaft herrschte großes Chaos. Der kurzzeitige Sportdirektor Paolo Maldini erklärte nun den Verlauf der Dinge.

Pep Guardiola war laut Maldini sehr nah dran, neuer Nationaltrainer Italiens zu werden. Maldini und Leonardo hatten ihn als idealen Kandidaten identifiziert: ein Trainer, der Technik, Offensive und moderne Ideen verkörpert. „Er war sehr nah dran, zu akzeptieren. Wir sind nach Barcelona gefahren, haben zusammen zu Mittag gegessen und den ganzen Tag gesprochen. Er fing sogar an, Aufstellungen auf Blätter zu schreiben. Wir haben die Kader studiert, von der U17 aufwärts“, so Maldini.


Am Ende lehnte er jedoch ab, vor allem wegen Erschöpfung nach zehn intensiven Premier-League-Jahren, zudem „da er am Rücken operiert wurde und sich ausruhen will“, erklärte Maldini. Neben Guardiola standen auch Andrea Pirlo, Daniele De Rossi (aktuell Genoa) und Fabio Grosso (Fiorentina) auf Maldinis Liste.

„Pep fing sogar an, Aufstellungen auf Blätter zu schreiben. Wir haben die Kader studiert, von der U17 aufwärts.“ Paolo Maldini

Doch laut der Milan-Legende wurde Pirlo mit einem Vorwand ausgeschlossen und die anderen durch Absprachen mit den Serie-A-Klubs blockiert. So sollen aktuell unter Vertrag stehende Trainer nicht angeheuert werden dürfen. Deswegen richtete sich der Fokus auf Pirlo. „Pirlo war bereit, die Beziehung zur russischen Wettfirma zu beenden. Er ist eine absolut korrekte Person und hat diesen Wirbel nicht verdient“, so Maldini.

Malagó übernahm das Ruder

Gleichzeitig übernahm FIGC-Präsident Malagò immer mehr Kontrolle über die Trainersuche. Malagó sprach von einer „kulturellen Revolution“ sowie von der Entscheidung, Diana Bianchedi als neue Delegationsleiterin einzusetzen.

Giovanni Malagó konnte sich mit der Lösung Andrea Pirlo nicht anfreunden. © ANSA / ANSA/RICCARDO ANTIMIANI

Giovanni Malagó konnte sich mit der Lösung Andrea Pirlo nicht anfreunden. © ANSA / ANSA/RICCARDO ANTIMIANI


Der italienische Fußballverband stand kurz vor einer echten Revolution mit Pep Guardiola. Stattdessen wurde es ein Sommer mit manchen Konflikten und verpassten Chancen. Am Ende holte Malagó seinen guten Kumpel Roberto Mancini als Nationaltrainer zurück. Maldini, der nur 16 Tage im Amt war und nach dem Chaos zurücktrat, wurde durch Claudio Ranieri ersetzt.

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