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Gennaro Gattuso soll zurzeit bleiben, eine Zukunft mit ihm als Nationaltrainer scheint aber nicht sehr realistisch zu sein. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

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Gennaro Gattuso soll zurzeit bleiben, eine Zukunft mit ihm als Nationaltrainer scheint aber nicht sehr realistisch zu sein. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Italiens Fußball in der Krise: Jetzt beginnt ein Hauen und Stechen

Die dritte Fußball-WM in Folge zu verpassen, ist für Italien der Super-GAU. Der Calcio steckt in der Krise – und das nicht erst seit dem verlorenen Playoff-Duell in Zenica am Dienstag. Die ersten Köpfe beim italienischen Fußballverband FIGC beginnen zu rollen.

Schwer geschlagen kehrte die Squadra Azzurra am frühen Mittwochmorgen nach Italien zurück. Auf dem Flughafen Malpensa landete die Maschine mit jener Nationalmannschaft, die am Dienstag gegen Bosnien & Herzegowina die dritte WM-Teilnahme in Folge verspielte.


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Mit dabei war Teammanager Gianluigi Buffon, der seinen Rücktritt ankündigte. Der ehemalige Weltklasse-Tormann war maßgeblich daran beteiligt, dass Gennaro Gattuso Nationaltrainer wird. „Das einzige Ziel war es, zur WM nach Nordamerika zu reisen“, so Buffon gegenüber der Gazzetta dello Sport. „Im Moment tut es einfach nur weh.“ Längerfristig in Diensten der Nationalmannschaft bleiben wird Buffon nicht. Nach dem Ende seines Vertrags im Juni wird sich die Juventus-Ikone ein neues Aufgabengebiet suchen. Dasselbe gilt wohl für Leonardo Bonucci, der auf Wunsch von Buffon in den Trainerstab befördert wurde.

Was passiert mit Gattuso und Verbandsboss Gravina?

Im Kreuzfeuer der Kritik steht nicht nur die Mannschaft, sondern auch Verbandsboss Gabriele Gravina. Er habe es nach der letzten Blamage nicht geschafft, notwendige Reformen voran zu treiben. Jetzt könnte der Moment des Abschieds gekommen sein. Gravina selbst hält sich bedeckt. „Ich verstehe die Forderungen nach meinem Rücktritt, aber die Entscheidungen werden bei einer Verbandsitzung gefällt“, so der 72-Jährige.
Gabriele Gravina dürfte das jüngste Fiasko kaum als Verbandschef überleben. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Gabriele Gravina dürfte das jüngste Fiasko kaum als Verbandschef überleben. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Zur Zukunft von Gattuso gibt es aktuell ebenfalls nichts Neues zu berichten. Der Süditaliener hat allerdings bereits vor dem Playoff-Duell gegen Bosnien & Herzegowina angekündigt, dass er im Falle eines Scheiterns die Verantwortung übernehmen wird. Gravina meinte: „Im Moment habe ich Gattuso gebeten, dass er bleibt.“ Eine Zukunft mit Gattuso, der erst im Juni 2025 das Amt übernommen hat, scheint dennoch so gut wie undenkbar zu sein.

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