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Jürgen Klopp, Deutschlands neuer Bundestrainer. © APA/afp / HANNES P. ALBERT

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Jürgen Klopp, Deutschlands neuer Bundestrainer. © APA/afp / HANNES P. ALBERT

Klopp-Hype: DFB beginnt mit neuer Ära

Jürgen Klopp strahlte, als er als Empfangschef den ersten Teil seines XXL-Kaders um den glücklichen Rückkehrer Marc-André ter Stegen und die vielen neugierigen DFB-Frischlinge wie Philipp Treu mit einem kräftigen Handschlag im Homeground begrüßen konnte.

David Lechthaler

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David Lechthaler

Beim Treffpunkt der ersten 24 Spieler im Stammquartier in Herzogenaurach kam sogar die Sonne zum Vorschein. Das passte perfekt zur Aufbruchstimmung, die der neue Bundestrainer nach dem nächsten WM-Flop nicht nur bei der Fußball-Nationalmannschaft, sondern im gesamten Land auslösen will.


Mit Volldampf auf dem Trainingsplatz loslegen konnte Klopp freilich nur mit einer Kleingruppe mit den Bayern-Profis um Kapitän Joshua Kimmich und Jamal Musiala sowie Kevin Schade. Der Stürmer hatte mit dem FC Brentford ebenso wie der FC Bayern schon am Freitagabend sein Ligaspiel bestritten. Da schaute auch der von seiner schweren WM-Verletzung genesene Nico Schlotterbeck zu.

Erstes Training mit Münchner Kleingruppe

Das erste komplette Teamtraining findet erst am Dienstagnachmittag statt. Es gab erst einmal andere Dinge zu erledigen. „Wenn man mir gesagt hätte, wir treffen uns montags und der erste Termin ist mittags ein Foto-Shooting, hätte die junge Version von mir den Laden auseinandergenommen. Die erfahrene Version denkt, dann planen wir den Rest einfach außen rum“, sagte der 59 Jahre alte Chefcoach zu den auch notwendigen Marketing-Maßnahmen.

Klopp ist als Nagelsmann-Nachfolger bei seinem Powerstart mit gleich vier Spielen in der Nations League – beginnend am Donnerstag (20.45 Uhr) in Amsterdam gegen Erzrivale Niederlande – direkt als Pragmatiker gefordert.

Tausch von Adeyemi mit Karl

„Hätte ich gerne mehr Zeit mit der Nationalmannschaft? Ja! Habe ich sie? Nein!“, hatte Klopp bei der Bekanntgabe seines Kaders für den Aufbruch in eine neue Zeit gesagt. Den ersten Ausfall musste Klopp auch schon hinnehmen. Der Leipziger Brajan Gruda muss mit einer Bauchmuskelzerrung passen. Er war für den Kader in der zweiten Woche eingeplant, eine Nachnominierung soll es nicht geben. Die Kadergröße bleibt mit insgesamt 43 Spielern immens.

Er soll die neue Nummer 1 sein: Marc-André ter Stegen. © APA/afp / JOHN MACDOUGALL

Er soll die neue Nummer 1 sein: Marc-André ter Stegen. © APA/afp / JOHN MACDOUGALL


Zum Klopp-Pragmatismus gehört auch ein personeller Tausch in seinem zweigeteilten Aufgebot. Der von Klopp in die DFB-Auswahl zurückgeholte Ex-Dortmunder Karim Adeyemi, der beim FC Barcelona einen bemerkenswerten Start hingelegt hat, ist anstelle von Bayern-Youngster Lennart Karl in der ersten Woche mit dem Topspiel gegen die Niederlande und dem ersten Klopp-Heimspiel drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland dabei.

Der 18-jährige Karl, der seine erste WM im Sommer wegen einer in den USA kurz vor dem Turnierstart erlittenen Muskelverletzung verpasst hatte, wechselt dafür in den zweiten Kader für die Partien am 1. Oktober in München gegen Serbien sowie drei Tage darauf in Thessaloniki wieder gegen die Griechen. Den Tausch begründete der DFB mit „Belastungssteuerung“. Karl hatte schon beim 7:0-Torfest des FC Bayern gegen Union Berlin 90 Minuten auf der Bank gesessen. Der Kader-Wechsel ändert freilich nichts an Klopps Wochenplänen.

„Wir haben keine A- oder B-Mannschaft gemacht. Wir wollen – und das ist im Fußball normal – alle vier Spiele gewinnen. Das heißt nicht, dass wir davon ausgehen, dass es so kommen wird. Aber die Kader sind darauf ausgerichtet, dass es gut zusammenpasst, von den Positionen her, von den Charakteren her, von der Anzahl der erfahrenen und der jüngeren Spieler her“, erklärte Klopp.

Gleich 16 Profis ohne Länderspieleinsatz sind dabei. Darunter viele noch weiterhin unbekannte Perspektivspieler für die EM 2028 und sogar schon die WM 2030, die Klopp in den zwei Wochen kennenlernen möchte. Und die auch ihn kennenlernen sollen.

Schlagwörter: DFB Jürgen Klopp Deutschland

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