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Giorgio Chiellini ist als neuer Sportdirektor im Gespräch. © ANSA / MOURAD BALTI TOUATI

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Giorgio Chiellini ist als neuer Sportdirektor im Gespräch. © ANSA / MOURAD BALTI TOUATI

Mit Chiellini? So könnte Italiens Zukunft aussehen

Der chaotische Umbruch beim viermaligen Fußball-Weltmeister Italien geht in die nächste Runde.

Medienberichten zufolge wird jetzt der frühere Nationalspieler Giorgio Chiellini als neuer Sportdirektor gehandelt, als mögliche neue Teamchefs gelten nun wieder die früheren Italien-Coaches Roberto Mancini und Antonio Conte. Chiellini ist laut Gazzetta dello Sport der aussichtsreichste Kandidat für den Posten des Sportchefs.


Der langjährige Innenverteidiger absolvierte 117 Länderspiele und führte die Squadra Azzurra 2021 als Kapitän unter Mancini zum EM-Titel. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet als Manager bei seinem früheren Verein Juventus. Die Alte Dame soll ihren ehemaligen Verteidiger bei einem Angebot des Nationalteams ziehen lassen.

Roberto Mancini soll neuer Nationaltrainer werden. © ANSA / Claudio Giovannini / Z22

Roberto Mancini soll neuer Nationaltrainer werden. © ANSA / Claudio Giovannini / Z22


Chiellini kennt sowohl Conte als auch Mancini bestens. Beide hatte er als Nationaltrainer, wobei er mit Mancini 2021 als Kapitän Europameister wurde. Mit Conte arbeitete er zudem drei Jahre lang bei Juventus erfolgreich zusammen. Gut möglich, dass vor der Bestellung Chiellinis bereits der Nationaltrainer auserwählt wird, weil der Sportdirektor mit beiden gut leben könnte. Präsident Giovanni Malagò soll jedenfalls Mancini bevorzugen.

Verbandschef im Kreuzfeuer der Kritik

Die Entscheidung über den neuen Teamchef wird laut Medien innerhalb der kommenden zwei bis drei Tage erwartet. Der Verbandsvorstand will sich auf seiner Sitzung am Dienstag mit der Personalie befassen. Das Bemühen um Starcoach Pep Guardiola war ebenso ins Leere gelaufen wie jenes um Carlo Ancelotti (Brasilien). Die Alternative Andrea Pirlo wurde wegen der Zusammenarbeit des früheren WM-Siegers mit einem russischen Wettanbieter verworfen.

Der neue Präsident Giovanni Malagò hat laut dem Sportminister eine schlechte Figur abgegeben. © ANSA / MOURAD BALTI TOUATI / Z13

Der neue Präsident Giovanni Malagò hat laut dem Sportminister eine schlechte Figur abgegeben. © ANSA / MOURAD BALTI TOUATI / Z13


Infolge des Scheiterns ihres Bemühens um Pirlo traten die erst vor gut zwei Wochen verpflichteten Sportdirektoren Paolo Maldini und Leonardo zurück. Der ebenfalls erst seit gut einem Monat amtierende Verbandspräsident Malagò ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. „Italien muss neu gegründet werden“, kommentierte die Gazzetta.

Begleitet wird die Trainersuche von einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sportminister Andrea Abodi und Malagò. Abodi bescheinigte dem Verbandschef, dieser gebe eine „schlechte Figur“ ab. Malagò konterte, nicht jeder könne über Fehler anderer urteilen: „Die große Frage ist, wer die schlechte Figur gemacht hat?“

Schlagwörter: Fussball Italien figc

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