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Andrea Pirlo wird nicht Italiens Nationaltrainer. © ANSA / ANSA

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Andrea Pirlo wird nicht Italiens Nationaltrainer. © ANSA / ANSA

Pirlo ist nicht erwünscht: Trainer-Chaos in Italien

Italiens Fußball droht erneut, ins Chaos zu stürzen. Andrea Pirlo ist als Nationaltrainer nicht erwünscht. Es könnten Rücktritte folgen.

Wer wird Italiens neuer Nationaltrainer? Diese Frage ist im stolzen, aber so gebeutelten azurblauen Fußballland in diesen Tagen das heißeste Thema. Nun ist klar: Andrea Pirlo wird es nicht! Der ehemalige Mittelfeld-Star galt nach der Absage von Pep Guardiola als neuer Wunschkandidat, sein Engagement als Commissario Tecnico schien schon perfekt zu sein. Doch nun ist alles anders.


In den vergangenen Stunden sind die Zweifel an Pirlo immer größer geworden – nicht aber wegen seiner Fähigkeiten als Trainer, sondern wegen seiner geschäftlichen Beziehungen zu Russland. Der 47-Jährige trainiert derzeit den Verein United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der dem russischen Milliardär Sergej Lomakin gehört. Außerdem ist Pirlo Markenbotschafter des russischen Wettanbieters Fonbet und war vor einigen Wochen zu einer Autogrammstunde in Moskau. Das alles ließ den neuen Fußballchef Giovanni Malangó nachdenklich werden. Nun hat Pirlo schließlich selbst erklärt, dass er nicht erwünscht sei.

Pirlos Abrechnung auf Instagram

Auf Instagram postete der Weltmeister von 2006 einen langen Text, in dem er sich erklärte. „Nachdem ich gestern Abend (Sonntag, Anm. d. Red.) erfahren habe, dass ich nicht länger als Kandidat für den Posten des italienischen Nationaltrainers infrage komme, halte ich es für meine Pflicht, einige Punkte klarzustellen“, so Pirlo. „In den vergangenen Tagen habe ich mit großer Enttäuschung die Debatte verfolgt, die sich um meinen Namen und die Möglichkeit entwickelt hat, das Amt des Nationaltrainers der italienischen Nationalmannschaft zu übernehmen.“

Pirlo hat sich auf Instagram verteidigt. © APA/afp / ALBERTO LINGRIA

Pirlo hat sich auf Instagram verteidigt. © APA/afp / ALBERTO LINGRIA


„Im Laufe meiner Karriere, zunächst als Spieler und heute als Trainer, habe ich meine Tätigkeit stets unter voller Einhaltung der Gesetze der Länder ausgeübt, in denen ich gearbeitet habe, sowie der von mir unterzeichneten Verträge. Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroversen ist, entstand im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur. Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die nicht die meinen sind“, bekräftigt Pirlo.

Tritt Maldini zurück?

Nun droht Italiens Fußball das Chaos: Paolo Maldini, der frisch ausgewählte neue technische Direktor der Nationalmannschaft, hat Pirlos Engagement in den letzten Stunden vehement verteidigt. Dass Pirlo nun als neuer Teamchef verhindert wurde, könnte zur Folge haben, dass auch Maldini sein Amt niederlegt.

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