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Cristiano Ronaldo verließ fluchtartig das Nationalmannschaftsquartier. © APA/afp / LISELOTTE SABROE

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Cristiano Ronaldo verließ fluchtartig das Nationalmannschaftsquartier. © APA/afp / LISELOTTE SABROE

Ronaldo-Eklat: War's das im Nationalteam?

Cristiano Ronaldo droht nach dem eskalierten Zoff und der überstürzten Abreise aus dem Camp ein unrühmlicher Abschied aus der portugiesischen Nationalmannschaft.

Über die genauen Gründe für seine Entscheidung, einen Tag vor dem Länderspiel gegen Dänemark lieber per Privatjet nach Madrid zu fliegen, will der 41 Jahre alte Superstar die Öffentlichkeit noch informieren.


Das portugiesische Sportblatt O Jogo titelte aber bereits: „Cristiano Ronaldo hat eine unwiderrufliche Entscheidung getroffen: Er wird nicht mehr für Portugal spielen.“ 234 Länderspiele, 146 Tore. Und das soll es nun gewesen sein? Ronaldo selbst ließ das zumindest vermuten in einer ersten Stellungnahme. „Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und allen meinen Mitspielern viel Glück zu wünschen, ohne Ausnahme“, schrieb er bei Instagram.

Ronaldo war zuletzt bei Portugal nur reservist. © ANSA / PAULO NOVAIS

Ronaldo war zuletzt bei Portugal nur reservist. © ANSA / PAULO NOVAIS


Zum Auftakt der Nations League gegen Wales war Ronaldo nach einer guten Stunde ausgewechselt worden. Im zweiten Spiel kam er nicht eine Minute zum Einsatz gegen Norwegen – das erste Mal nach 18 Jahren – und verschwand umgehend in der Kabine. Beide Partien hatte Portugal gewonnen. Vor dem dritten Match heute gegen Dänemark im Parken von Kopenhagen kündigte Trainer Jorge Jesus an, dass Ronaldo wieder nicht in der Startelf stehen würde.

Ronaldo-Schwester poltert

„Ronaldo? Ich weiß nicht, was im Spiel passieren wird. Keine Ahnung. Wenn ich ihn brauche, kommt er rein. Wenn ich ihn nicht brauche, kommt er nicht rein“, sagte Jesus portugiesischen Medien zufolge. Er berichtete demnach auch von einem Gespräch Ronaldos mit ihm sowie mit dem portugiesischen Verbandschef nach der Partie gegen Norwegen. „Er ist nicht gekommen, um irgendetwas zu klären, denn es gab nichts zu klären“, befand Jesus.

Ronaldo hat 234 Länderspiele und 146 Tore zu Buche stehen. © ANSA / RODRIGO ANTUNES

Ronaldo hat 234 Länderspiele und 146 Tore zu Buche stehen. © ANSA / RODRIGO ANTUNES


Ronaldo sah das wohl anders. „CR7 hätte mehr Respekt verdient“, schrieb seine Schwester Elma Aveiro bei Instagram und giftete Richtung Portugal: „Wir sind neidisch, abfällig, ignorant und verdienen es, wieder in die Mittelmäßigkeit zurückzufallen, die wir im Fußball vor CR7 immer hatten.“

Monatelange Sperre droht

Die portugiesische Zeitung Correio da Manhã berichtete, dass Ronaldo wegen seiner Team-Flucht laut Disziplinarordnung des portugiesischen Fußballverbands (FPF) eine Sperre von bis zu sechs Monaten drohe. Doch bei einem zu erwartenden Rücktritt aus der Nationalelf wäre diese Sanktion ohnehin irrelevant.

Ronaldos Vertrag bei Al-Nassr in Saudi-Arabien ist noch ein knappes Jahr gültig. Von Juli 2025 bis Ende Juni dieses Jahres war dort Jorge Jesus sein Trainer gewesen.

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