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Italiens Fußball-Nationalmannschaft durchlebt eine turbulente Zeit. © APA/afp / OZAN KOSE

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Italiens Fußball-Nationalmannschaft durchlebt eine turbulente Zeit. © APA/afp / OZAN KOSE

Rücktritt im italienischen Nationalteam: „Meine Werte verletzt“

Italiens Fußball kommt einfach nicht zur Ruhe. Nur wenige Tage nach dem befreienden Sieg gegen die Türkei lässt ein Streit mit Sportminister Abodi mitsamt folgendem Rücktritt die Wogen hochgehen. Zudem steht auch noch der frisch gewählte Verbandsboss vor der Absetzung.

Alexander Foppa

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Alexander Foppa

Paukenschlag bei der italienischen Nationalmannschaft: Diana Bianchedi ist als Delegationsleiterin der Squadra Azzurra zurückgetreten. Die frühere Fecht-Olympiasiegerin hatte das Amt erst vor kurzer Zeit übernommen und die Auswahl nur in den jüngsten beiden Nations-League-Auftritten begleitet.


Bianchedis Entscheidung fiel nach den jüngsten Diskussionen um ihre Rolle und die Zuständigkeiten im italienischen Sport. Im Mittelpunkt steht auch der Zoff mit Sportminister Andrea Abodi.

„Ich habe immer korrekt und seriös gehandelt“ Diana Bianchedi

Abodis Äußerungen zu Bianchedis Funktion hatten die Debatte weiter verschärft. „Meine Werte wurden in Frage gestellt“, erklärte sie. Bianchedi wolle mit ihrem Rücktritt vor allem verhindern, dass die Auseinandersetzung die Nationalmannschaft belastet. „Ich habe immer korrekt und seriös gehandelt, im Sinne des Sports“, so die zurückgetretene Delegationsleiterin in einem Statement.


Kommt ein Kommissar für die FIGC?

Während die Azzurri nach dem 4:1 in der Türkei am Freitag gegen Frankreich sportlich erfolgreich weitermachen sollen, bleibt die Lage beim italienischen Fußballverband angespannt. Dem erst im Juni zum FIGC-Präsidenten ernannten Giovanni Malagò droht schon jetzt das Aus. Unklar ist nämlich, ob dieser laut Verbandsstatuten überhaupt zur Wahl hätte zugelassen werden dürfen.

Diana Bianchedi (l.) ist schon weg,  Giovanni Malagò (r.) blickt in eine ungewisse Zukunft. © ANSA / ansa

Diana Bianchedi (l.) ist schon weg, Giovanni Malagò (r.) blickt in eine ungewisse Zukunft. © ANSA / ansa


Sollte Malagòs Wahl für ungültig erklärt werden, könnte ein Kommissar interimistisch die Führung des italienischen Fußballverbands übernehmen. Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen. Die zuständigen Gremien des italienischen Olympischen Komitees (CONI), dem der Fußballverband unterliegt, müssen die Situation zunächst bewerten.

Sportminister Abodi betonte, dass ein möglicher Kommissar eine Entscheidung der Sportinstitutionen und nicht der Politik wäre. Ansonsten würden Italien nämlich auch noch Sanktionen vonseiten der UEFA drohen. Sie achtet darauf, dass nationale Verbände ihre Angelegenheiten unabhängig von staatlicher Einflussnahme regeln.

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