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Giovanni Malagó wurde zum FIGC-Kommissar berufen. © ANSA / Riccardo Antimiani / Z72

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Giovanni Malagó wurde zum FIGC-Kommissar berufen. © ANSA / Riccardo Antimiani / Z72

„Schwierig und peinlich“: Entscheidung um Malagó gefallen

Der italienische Fußballverband dürfte allmählich in ruhigere Gewässer zurückkehren. Am Dienstag wurde Giovanni Malagó nach diskussionsreichen Wochen die kommissarische Führung des Verbandes aufgetragen.

Giovanni Malagò ist neuer Kommissar des italienischen Fußballverbands FIGC – und damit vorübergehend für die Führung jenes Verbands verantwortlich, dessen Präsident er erst seit Juni war. Die CONI-Spitze stimmte am Dienstag einstimmig für den Vorschlag von Präsident Luciano Buonfiglio, Malagò zum kommissarischen Leiter zu ernennen. Auch der Nationale CONI-Rat bestätigte die Entscheidung. Bis spätestens 31. Januar 2027 sollen Neuwahlen stattfinden, bei welchen Malagó voraussichtlich als einziger Kandidat antreten wird.


Der 67-Jährige war am 22. Juni zum FIGC-Präsidenten gewählt worden. Er setzte sich mit 68,58 Prozent der Stimmen gegen Giancarlo Abete durch und folgte auf Gabriele Gravina, der nach dem erneuten Scheitern Italiens in der WM-Qualifikation zurückgetreten war. In den folgenden Monaten entbrannte jedoch ein juristischer Streit um Malagòs Kandidatur: Der Vorwurf lautete, dass er zum Zeitpunkt seiner Bewerbung nicht bei der FIGC registriert gewesen sei.

Malagós Berufung ist auch ein Kompromiss

In den vergangenen Wochen verschärfte sich der Konflikt. CONI-Präsident Buonfiglio verwies auf die Einschätzung des Generalstaatsanwalts Ugo Taucer, wonach eine gültige Registrierung beim Verband grundsätzlich Voraussetzung für die Kandidatur sei. Nach Ansicht des CONI waren die entsprechenden Regeln bei Malagòs Kandidatur nicht korrekt angewendet worden. Damit stand schließlich nicht nur Malagòs persönliche Position, sondern die Rechtmäßigkeit der gesamten Wahl im Mittelpunkt.

Der frühere CONI-Präsident Giovanni Malagó stand in den vergangenen Wochen im Fokus. © ANSA / Riccardo Antimiani / Z72

Der frühere CONI-Präsident Giovanni Malagó stand in den vergangenen Wochen im Fokus. © ANSA / Riccardo Antimiani / Z72


Die nun gefundene Lösung sieht deshalb eine kommissarische Führung und anschließende Neuwahlen vor. Malagò übernimmt dabei selbst das Amt des Kommissars – ein Kompromiss, um ein weiteres Zerwürfnis zu vermeiden. „Ich habe es aus Liebe zum Sport getan, aus Liebe zum CONI und vor allem aus Respekt vor meinen Kollegen“, erklärte der frühere CONI-Präsident. Die Situation sei „schwierig, traurig und peinlich“ gewesen.

Malagò will schnelle Neuwahlen

Malagò kündigte zugleich an, die kommissarische Phase möglichst kurz halten zu wollen. Als möglichen Termin für die Neuwahl des FIGC-Präsidenten nannte er bereits den 14. Dezember: „Am 14. Dezember wird gewählt, und wir verlieren keine Zeit.“ Formal muss die neue Wahl spätestens bis zum 31. Januar 2027 stattfinden. Nach Angaben des CONI soll Malagò während seiner Amtszeit zudem das ordnungsgemäße Funktionieren des Verbands überwachen und die Voraussetzungen für die Neuwahl schaffen.

Buonfiglio verteidigte die ungewöhnliche Entscheidung, ausgerechnet Malagò zum Kommissar zu machen. „Er hat einen perfekten Lebenslauf“, sagte der CONI-Präsident und erklärte, Malagò sei aus seiner Sicht Opfer eines Fehlers im System geworden. Malagò selbst erklärte nach dem Beschluss: „Mit dieser Entscheidung endet eine lange und komplexe Auseinandersetzung, in die die FIGC verwickelt war.“ Nun müsse man nach vorne blicken und die Aufmerksamkeit auf die „tatsächlichen Prioritäten des Fußballs“ richten.

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