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Auf ihn ruhen die Hoffnungen im Sturm: Inters Pio Esposito. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

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Auf ihn ruhen die Hoffnungen im Sturm: Inters Pio Esposito. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

So viele Legionäre wie nie: Italiens Fußball vor Neustart

Während Deutschlands neuer Bundestrainer Jürgen Klopp mit einem 44-Mann-Kader in die vier anstehenden Spiele der Nations League geht, hat Italiens Roberto Mancini zehn Spieler weniger nominiert. Trotzdem kommen so viele aus den ausländischen Ligen wie noch nie zuvor.

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit als italienischer Nationalcoach hat Mancini gleich zehn Akteure nominiert, die nicht in der Serie A unter Vertrag stehen – und damit so viele wie noch nie zuvor. Die zweistellige Zahl wurde kurzerhand durch die Verletzung von Inters Federico Dimarco erreicht, für ihn wurde Aston Villas Linksverteidiger Matteo Ruggeri nachnominiert. Das Debüt der neuen Squadra Azzurra erfolgt am Freitag (20.45 Uhr) gegen Belgien, wo mit dem Niederländer Marc van Bommel ebenfalls ein neuer Mann das Sagen hat.


Wie will Mancini also künftig spielen? Beim EM-Sieg im Jahr 2021 ließ der 61-Jährige sein Italien eigentlich immer in einem 4-3-3-System auflaufen. Was in Italiens Kader nach wie vor fehlt, sind die klassischen Flügelspieler, wie es damals Lorenzo Insigne oder vor allem Federico Chiesa waren. Es sind viele Spieler dabei, die als hängende Spitze agieren können bzw. auf der Halbposition am Flügel.

Roberto Mancini gibt Michael Kayode Anweisungen. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

Roberto Mancini gibt Michael Kayode Anweisungen. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE


Nach drei verpassten Weltmeisterschaften muss Mancini kreativ werden – auch bei der Kadernominierung. Deswegen hat der erfahrene Übungsleiter auch Mohamed Alì Zoma eingeladen, der beim deutschen Zweitligisten Nürnberg unter Vertrag steht. Der 22-Jährige bringt jedoch Attribute wie Schnelligkeit und Geradlinigkeit mit, die im italienischen Fußball in den letzten Jahren fehlten. Speziell auf sich aufmerksam gemacht haben zu Saisonbeginn die beiden Außenverteidiger Riccardo Calafiori (Arsenal) und Michael Kayode (Brentford), die sich an die Physis und das hohe Tempo der Premier League angepasst haben.

Wie stellt Mancini auf?

Man darf also gespannt sein, wie Mancini das neue Italien aufstellen wird. Im Tor dürfte Kapitän und Europameister-Keeper Gianluigi Donnarumma gesetzt sein, doch mit Atalantas Marco Carnesecchi hat er eine nicht ungefährliche Konkurrenz.

Riccardo Calafiori spielt bei Arsenal bärenstark. © APA/afp / GLYN KIRK

Riccardo Calafiori spielt bei Arsenal bärenstark. © APA/afp / GLYN KIRK


Während auf den Außenverteidiger-Positionen Calafiori und Kayode gesetzt sein dürften, haben innen wohl Alessandro Bastoni und Gianluca Mancini die Nase vorn. Doch dahinter warten viele Junge wie Honest Ahanor, der im Sommer für knapp 50 Millionen Euro von Atalanta zu Chelsea wechselte. Spielpraxis soll der 18-Jährige aber zunächst bei Crystal Palace bekommen.

Im Mittelfeld hat Mancini mit Sandro Tonali, Nicolò Barella und Davide Frattesi drei Spieler im besten Fußballalter zur Auswahl. Während Barella heuer bei Inter sich wieder mit besseren Leistungen präsentiert, erlebt Frattesi seit seinem Wechsel zu Lazio eine Art Wiedergeburt. Tonalis Motor stockt seit seinem 108-Millionen-Euro-Wechsel zu Tottenham noch, trotzdem dürfte er gesetzt sein. Mit Issa Doumbia und Alessandro Romano stehen die Jungen aber bereit. Vorne könnte Mancini theoretisch auch mit einem Doppelsturm – bestehend aus Pio Esposito und Moise Kean – agieren.

Italiens Kader

Torhüter
Marco Carnesecchi (Atalanta), Gianluigi Donnarumma (Manchester City), Massimo Pessina (Bologna), Guglielmo Vicario (Juventus)

Verteidiger
Honest Ahanor (Crystal Palace), Alessandro Bastoni (Inter), Riccardo Calafiori (Arsenal), Diego Coppola (Paris FC), Giovanni Di Lorenzo (Napoli), Matteo Ruggeri (Aston Villa), Daniele Ghilardi (Roma), Michael Kayode (Brentford), Eddy Kouadio (Monza), Gianluca Mancini (Roma), Giorgio Scalvini (Atalanta)

Mittelfeld
Nicolò Barella (Inter), Bryan Cristante (Roma), Issa Doumbia (Sporting), Nicolò Fagioli (Fiorentina), Davide Frattesi (Lazio), Rolando Mandragora (Torino), Alessandro Romano (Cagliari), Sandro Tonali (Tottenham)

Angriff
Nicolò Cambiaghi (Bologna), Francesco Pio Esposito (Inter), Sebastiano Esposito (Sassuolo), Samuele Inacio (Borussia Dortmund), Moise Kean (Como), Daniel Maldini (Cagliari), Giacomo Raspadori (Atalanta), Gianluca Scamacca (Atalanta), Antonio Vergara (Napoli), Nicolò Zaniolo (Udinese), Mohamed Alì Zoma (Nürnberg)

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