
Giovanni Malagò will den italienischen Fußball umbauen. © ANSA / EMANUELE VALERI
So will der neue Präsident Italiens Fußball umbauen
Der neue Chef des italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò, hat die Verpflichtung eines ausländischen Nationaltrainers und damit ein Novum nicht ausgeschlossen.
23. Juni 2026
Von: dl
Im Gespräch mit der Zeitung La Repubblica sagte der 67-Jährige auf die Frage nach einem Coach für die Squadra Azzurra aus dem Ausland: „Man soll niemals nie sagen.“ Konkreter wurde Malagò nicht. Der erfahrene Sportfunktionär war am Montag auf der FIGC-Mitgliederversammlung zum Verbandschef gewählt worden.
Malagò soll den italienischen Fußball nach dem jüngsten WM-Qualifikations-Desaster wieder auf Kurs bringen und neu aufstellen. Eine der ersten Aufgaben wird es sein, einen neuen Nationaltrainer zu finden. Der Posten ist derzeit vakant. Nach dem abermaligen Scheitern der Italiener in der WM-Qualifikation im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina im März mussten zahlreiche Verantwortliche ihren Platz räumen – Verbandspräsident Gabriele Gravina, Nationaltrainer Gennaro Gattuso sowie Tormann-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator.
Mit Maldini und Conte?
Ein ausländischer Cheftrainer wäre in der Geschichte der italienischen Nationalmannschaft eine Ausnahme. Die Azzurri wurden bisher fast ausschließlich von Italienern betreut. Zwar gehörte etwa in den 50er-Jahren der Ungar Lajos Czeizler zeitweise zur technischen Leitung der Auswahl. Einen ausländischen Nationalcoach im heutigen Sinne hatte Italien jedoch noch nie.Antonio Conte könnte als Nationaltrainer zurückkehren. © ANSA / CESARE ABBATE
Hoch gehandelt wird italienischen Medienberichten zufolge ein alter Bekannter: Roberto Mancini, der bereits von 2018 bis 2023 Nationalcoach war, könnte demnach ein Kandidat für den Posten sein. Auf ihn angesprochen, sagte Malagò zur Repubblica aber: „Ich habe nicht mit Roberto gesprochen.“
Auch eine Rückkehr von Antonio Conte als Nationalcoach wird in den Medien gehandelt. Malagò soll den ehemaligen Napoli-Coach gegenüber Mancini bevorzugen. Auch Paolo Maldini könnte ein zentraler Baustein des neuen Projekts rund um die Squadra Azzurra sein. Die Milan-Legende ist als technische Direktor im Gespräch.
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