S+
Sadio Mané (rechts) hat den Senegal ins Finale des Afrika-Cups geschossen. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

a Nationalteams

Sadio Mané (rechts) hat den Senegal ins Finale des Afrika-Cups geschossen. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Senegal feiert Traumtor – Marokko nach Elfer-Krimi im Finale

Das Finale des Afrika-Cups 2026 steht fest: Dank eines Traumtores seitens Sadio Mané setzte sich der Senegal am Mittwochabend gegen Ägypten durch und trifft auf Gastgeber Marokko.

Der Champion von 2022 setzte sich im Halbfinale in Tanger gegen Ägypten mit 1:0 durch und schaltete damit den Rekordsieger des Kontinentalturniers rund um Mohamed Salah aus. Zum Matchwinner avancierte Sadio Mané – ehemaliger Starspieler des FC Liverpool und FC Bayern – mit einem platzierten Flachschuss (78.).


Senegal und Ägypten neutralisierten sich über weite Strecken, vor der Pause war überhaupt nur ein Abschluss von Senegals Nicolas Jackson (19.) nennenswert. Sein Teamkollege Kalidou Koulibaly schied früh verletzt aus. Hart umkämpft ging es nicht nur auf dem Platz zur Sache, auch die Akteure auf den Trainerbänken gerieten zwischenzeitlich aneinander, ehe sich die Lage wieder beruhigte. Nach Wiederbeginn geizten die „Pharaonen“ weiter mit Chancen. Der Senegal kam zumindest das ein oder andere Mal zum Abschluss, wie etwa Lamine Camara (57.).


Zur entscheidenden Figur wurde später aber ein Routinier. Mané zog ansatzlos aus fast 20 Metern ab und ließ Ägyptens Tormann Mohamed El-Shenawy keine Chance. Salah und Co., siebenfacher Afrika-Sieger, erhöhten danach die Offensivbemühungen, konnten sich aber keine große Ausgleichschance erarbeiten.

Marokko zittert sich ins Heim-Finale

Im Endspiel trifft der Senegal auf Marokko, das sich wenig später in einem hochintensiven Halbfinale erst im Elfmeterschießen gegen Nigeria behauptet hat. Viele sahen im zweiten Halbfinale bereits das eigentliche Endspiel – und zumindest zu Beginn rechtfertigten beide Teams diese Einschätzung. Das Spiel startete mit hohem Tempo, beiden Mannschaften war der Wille zum Angriff anzumerken, erste Abschlüsse ließen nicht lange auf sich warten.

Im weiteren Verlauf übernahm jedoch Marokko zunehmend die Kontrolle. Defensiv hervorragend organisiert, ließ der Gastgeber Nigerias Offensive zwar Ballbesitz, aber kaum Raum. Gleichzeitig wurde Marokko selbst immer gefährlicher, ohne die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. Nach der Pause änderte sich wenig: Nigeria blieb spielbestimmend, fand gegen die disziplinierte Defensive aber keine Lösungen. Marokko setzte die klareren Nadelstiche, doch auch im zweiten Durchgang dominierten die Abwehrreihen. Mit zunehmender Spielzeit sank das Tempo, Chancen wurden zur Mangelware – die Verlängerung war die logische Folge.

Marokko steht im Finale des Afrika-Cups. © APA/afp / FRANCK FIFE

Marokko steht im Finale des Afrika-Cups. © APA/afp / FRANCK FIFE


Dort wirkte Nigeria zunehmend ausgepumpt, während Marokko noch einmal drückte, den entscheidenden Treffer aber verpasste. Im Elfmeterschießen wurde schließlich Torhüter Bono zum Matchwinner: Mit einer früh gewählten Ecke parierte er entscheidend und kurios – wenig später verwandelte En-Nesyri und schoss Marokko ins Finale.

Afrika-Cup 2026 – das Halbfinale

Senegal – Ägypten 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 Mané (78.)

Nigeria – Marokko 2:4 i.E. (0:0, 0:0)

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH