S+
Ralf Rangnick (rechts) hob den Zustand des Rasens vor der Partie gegen den Kosovo hervor. © APA / HELMUT FOHRINGER

a Nationalteams

Ralf Rangnick (rechts) hob den Zustand des Rasens vor der Partie gegen den Kosovo hervor. © APA / HELMUT FOHRINGER

Unmut vor ÖFB-Spiel: „Eine Wiese, wenn nicht sogar ein Acker“

Die österreichische Nationalmannschaft kann am Sonntag in Prishtina in der Nations League einen großen Schritt in Richtung Rückkehr in die höchste Liga A machen. Vor dem wegweisenden Duell sorgt der Untergrund jedoch für Unmut.

Das Heimspiel gegen den vom früheren ÖFB-Teamchef Franco Foda betreuten Kosovo hatte die Auswahl von Ralf Rangnick vor einer Woche in Wien 3:1 gewonnen. Eine Rolle werde laut Rangnick der schlechte Rasen im Fadil-Vokrri-Stadion spielen. „Das ist bestenfalls eine Wiese, wenn nicht sogar ein Acker.“


Erste Bekanntschaft mit dem Geläuf machte die ÖFB-Auswahl Samstagmittag beim Abschlusstraining in der kosovarischen Hauptstadt. „Ich habe selten so einen ungepflegten Platz gesehen wie den hier“, sagte Rangnick. „Auf dem Level sollten Plätze um die Jahreszeit anders aussehen. Es ist schwer zu verstehen, wir kommen aus einer guten Wetterperiode. Aber wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen und mit unserer Spielweise am Ende erfolgreich zu sein.“

Rangnick: „Betrifft beide Mannschaften“

Die Platzverhältnisse würden im Nachhinein auch erklären, warum bei Kosovos Heimspiel gegen Irland (1:0) in der Vorwoche so viele Schüsse neben das Tor gegangen seien. „Ich sage das nicht, weil ich mich aus österreichischer Sicht beklage“, betonte Rangnick. „Das betrifft beide Mannschaften. Der Kosovo hat eine technisch sehr gute Mannschaft. Es wird eine Rolle spielen, wer mit diesen Verhältnissen besser klarkommt.“ Der Matchplan werde aufgrund der äußeren Umstände „ein bisschen anders aussehen“, verriet der Teamchef.

Foda kann Rangnick-Kritik nachvollziehen

Aus dem Kosovo kam derweil keine Spitze zurück – sondern sogar Verständnis für die Anmerkungen seitens Rangnick. Kosovo-Coach Foda konnte die Kritik nämlich nachvollziehen. „Wir wissen um die Problematik unseres Platzes. Er ist in keinem guten Zustand“, sagte er. Ursache sei die hohe Belastung des Grüns durch die vielen Europacupspiele im Sommer – laut Foda eine Folge fehlender Infrastruktur. „Die meisten Vereine hier haben keine zugelassenen Stadien für internationale Spiele.“

Franco Foda kann die Kritik verstehen. © APA / HELMUT FOHRINGER

Franco Foda kann die Kritik verstehen. © APA / HELMUT FOHRINGER


Daher gingen fast alle Partien kosovarischer Vertreter im Nationalstadion über die Bühne. „Der Platz hat sich leider seitdem nicht mehr erholt. Letztes Jahr war er viel, viel besser“, erzählte Foda. Die Situation sei für beide Mannschaften gleich. „Wir sind mit dem Platz auch nicht zufrieden, insofern kann ich die Kritik von Ralf Rangnick schon auch verstehen.“

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH