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Ungläubige Gesichter bei Italien: Wieder haben die Azzurri die WM verpasst. © ANSA / NIDAL SALJIC

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Ungläubige Gesichter bei Italien: Wieder haben die Azzurri die WM verpasst. © ANSA / NIDAL SALJIC

Wieder keine WM! Italiens nächstes Fußball-Drama

Das stolze Fußball-Land Italien erlebt seinen nächsten Albtraum: Die Squadra Azzurra hat am Dienstag das Playoff-Finale auf dramatische Art und Weise verloren – und die Weltmeisterschaft zum dritten Mal in Folge verpasst.

Was für ein Thriller, was für ein Drama – und was für ein Desaster für Italien! Die Squadra Azzurra hat am Dienstag zum wiederholten Male die Qualifikation für die Weltmeisterschaft verpasst. Die Truppe von Gennaro Gattuso musste sich im Playoff-Finale dem Underdog Bosnien-Herzegowina mit 1:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nach 120 nervenaufreibenden, wilden, dramatischen Minuten hatte es 1:1 gestanden.


Der Albtraum der Fußball-Nation ist also erneut real geworden. Nach 2018 und 2022 wird Italien auch in diesem Sommer nicht beim wichtigsten Fußballturnier der Welt dabei sein. Letztmals spielten die Azzurri vor zwölf Jahren bei einer WM mit – für den viermaligen Weltmeister, für die so stolze Fußballnation, ist das ein Armutszeugnis.

„Ich möchte mich bei allen entschuldigen.“ Gennaro Gattuso

Mit Tränen in den Augen trat Trainer Gattuso nach dem Match zum TV-Interview. „Ich möchte mich bei allen entschuldigen, weil ich es nicht geschafft habe, uns zur WM zu bringen“, sagte der 48-Jährige, der beim letzten Weltmeistertitel Italiens 2006 noch eine tragende Rolle als Spieler eingenommen hatte. Diese Zeiten scheinen aktuell Lichtjahre entfernt zu sein.

Kean trifft, Bastoni kassiert Rot

Gegen Bosnien-Herzegowina erlebte Italien einen dramatischen Abend, der eigentlich gut begonnen hatte. Nach 15 Minuten gingen die Azzurri im Hexenkessel von Zenica durch Moise Kean in Führung. Ein kapitaler Fehlpass von Bosnien-Keeper Nikola Vasilj landete bei Nicolò Barella, der zu Kean weiterleitete – und das 1:0 war perfekt.

Alessandro Bastoni (am Boden, links) kassiert die Rote Karte. © ANSA / NIDAL SALJIC

Alessandro Bastoni (am Boden, links) kassiert die Rote Karte. © ANSA / NIDAL SALJIC


Die bosnische Auswahl, die von Star-Stürmer Edin Dzeko angeführt wird, stellte Italien danach aber immer wieder vor Probleme. Der Knackpunkt ereignete sich kurz vor der Pause: Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni zog gegen den durchgebrochenen Amar Memic die Notbremse und bekam dafür die Rote Karte (42.).

Bosnien spielt, als ginge es um Leben und Tod

In der zweiten Hälfte setzten die entfesselten Bosnier die numerisch unterlegenen Italiener unter Dauerdruck und spielten, als ginge es um Leben und Tod – auch wenn Italiens Kean bei einem Konter das 2:0 machen kann, ja muss. Kurz vor dem Ende gelang dem Underdog schließlich der Ausgleich, als der eingewechselte Haris Tabakovic per Abpraller zur Stelle war (79.).

Kerim Alajbegovic und seine Bosnier fahren zur Weltmeisterschaft. © ANSA / NIDAL SALJIC

Kerim Alajbegovic und seine Bosnier fahren zur Weltmeisterschaft. © ANSA / NIDAL SALJIC


In einer umkämpften Verlängerung fielen keine Tore, und so ging es ins Elfmeterschießen. Dort zeigten mit Pio Esposito und Bryan Cristante zwei Azzurri Nerven, während alle vier bosnischen Schützen trafen und das kleine Stadion in Ekstase versetzten. Die Osteuropäer fahren nun zum zweiten Mal nach 2014 zur WM, während Italien wieder einmal ins Tal der Tränen stürzte.

Bosnien-Herzegowina – Italien 1:1 (4:1 i.E.)

Bosnien (4-3-3): Vasilj; Memic (ab 71. Burnic), Muharemovic, Katic, Kolasinac (ab 46. Alajbegovic); Dedic, Sunjic (ab 46. Tahirovic), Basic (ab 71. Tabakovic); Demirovic (ab 115. Hadziahmetovic), Dzeko, Bajraktarevic

Italien (3-5-2): Donnarumma; Mancini, Bastoni, Calafiori; Politano (ab 46. Palestra), Barella (ab 85. Frattesi), Locatelli (ab 71. Cristante), Tonali, Dimarco (ab 91. Spinazzola); Kean (ab 71. Esposito), Retegui

Tore: 0:1 Kean (15.), 1:1 Tabakovic (79.)

Elfmeterfolge: Tahirovic (B) trifft, Esposito (I) verschießt, Tabakovic (B) trifft, Tonali (I) trifft, Alajbegovic (B) trifft, Cristante (I) verschießt, Bajraktarevic (B) trifft

Rote Karte: Bastoni (41./Italien)

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