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Roberto De Zerbi hat einen schweren Start in London. © APA/afp / LOU BENOIST

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Roberto De Zerbi hat einen schweren Start in London. © APA/afp / LOU BENOIST

Brisante Vorgeschichte: Roberto De Zerbi unter Beschuss

Roberto De Zerbi wurde als neuer Trainer von Tottenham Hotspur vorgestellt und folgte auf den glücklosen Igor Tudor. Der Italiener soll den abstiegsbedrohten Klub in der Premier League stabilisieren. Sportlich gilt De Zerbi als überzeugende Lösung, doch die Fans sehen ihn trotzdem kritisch.

Noch vor seiner offiziellen Vorstellung regte sich jedoch deutlicher Widerstand aus dem eigenen Fanlager. Mehrere organisierte Fangruppen kritisierten die Entscheidung des Vereins öffentlich und forderten eine stärkere Orientierung an klaren Werten. Im Zentrum der Kritik steht dabei weniger De Zerbis sportliche Arbeit als vielmehr sein Umgang mit sensiblen Personalfragen.


Konkret geht es um den Fall Mason Greenwood. Der Offensivspieler war 2022 in England wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen worden. Obwohl die Vorwürfe später nicht weiter juristisch verfolgt wurden, hatte sein damaliger Klub Manchester United ihn aus dem Kader entfernt.

Mason Greenwood arbeitete bei Marseille unter De Zerbi. Das schmeckt den Tottenham-Fans gar nicht. © APA/afp / PAUL ELLIS

Mason Greenwood arbeitete bei Marseille unter De Zerbi. Das schmeckt den Tottenham-Fans gar nicht. © APA/afp / PAUL ELLIS


Bei Olympique Marseille hingegen konnte Greenwood unter De Zerbi seine Karriere fortsetzen. Der Trainer stellte sich mehrfach öffentlich hinter den Spieler und verteidigte dessen Einsatz. Sportlich zahlte sich das aus: Greenwood entwickelte sich in der französischen Ligue 1 zu einem der effektivsten Offensivspieler.

Sportlich interessant

Genau dieses Verhalten sorgt nun bei vielen Tottenham-Fans für Kritik. Fangruppen argumentieren, dass der Umgang mit Greenwood ein falsches Signal sende. Ein Trainer präge nicht nur die sportliche Ausrichtung, sondern auch die Werte und Kultur eines Vereins. Für viele Anhänger stellt sich daher die Frage, ob De Zerbi die richtige Wahl ist – unabhängig von seinen fachlichen Qualitäten.

Roberto De Zerbi soll Tottenham vor dem Abstieg bewahren und dann etwas aufbauen. © APA/afp / CLEMENT MAHOUDEAU

Roberto De Zerbi soll Tottenham vor dem Abstieg bewahren und dann etwas aufbauen. © APA/afp / CLEMENT MAHOUDEAU


De Zerbi gilt seit vielen Jahren als großes Trainertalent in Italien – auch, wenn er vorwiegend im Ausland arbeitete. Der 46-Jährige aus Brescia war vor Marseille bereits in England bei Brighton tätig. In der Serie A machte sich De Zerbi bei Sassuolo einen Namen. Er legt besonderen Wert auf Ballbesitzfußball und gilt als hitzköpfig und impulsiv. Im Norden Londons muss er Tottenham zunächst vor dem Abstieg bewahren. Anschließend soll er die Spurs zu glorreichen Zeiten führen.

Die Tabelle

SPGUVTVP
1. Arsenal FC31217361:2270
2. Manchester City30187560:2861
3. Manchester Utd.311510656:4355
4. Aston Villa31166942:3754
5. Liverpool FC311471050:4249
6. Chelsea FC31139953:3848
7. Brentford FC311371146:4246
8. Everton FC311371137:3546
9. Fulham FC311351343:4444
10. Brighton3111101041:3743
11. Sunderland3111101032:3643
12. Newcastle Utd.311261344:4542
13. Bournemouth31915746:4842
14. Crystal Palace301091133:3539
15. Leeds United317121237:4833
16. Nottingham31881531:4332
17. Tottenham31791540:5030
18. West Ham Utd.31781636:5729
19. Burnley FC31481933:6120
20. Wolverhampton31382024:5417

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