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Romelu Lukaku wechselte für 115 Mio. Euro von Inter zu Chelsea. © APA/afp / MIGUEL MEDINA

Viel Kohle, aber Spannung pur: Die Premier League im Check

Nicht nur die Bundesliga und LaLiga: Auch die neue Premier-League-Saison startet an diesem Wochenende. Wir wagen die Prognose.

Ein Top-Favorit und drei Widersacher
Manchester City holte im vergangenen Jahr in überlegener Art und Weise den Meistertitel und ist auch heuer Top-Favorit Nummer 1. Noch dazu wurde die Guardiola-Truppe im offensiven Mittelfeld durch die Verpflichtung von Jack Grealish (er kam für 117 Mio. Euro von Aston Villa) weiter verstärkt. Obendrein deutet alles darauf hin, dass sich auch Tottenhams Stürmerstar Harry Kane noch den Citizens anschließen wird.

Virgil van Dijk (links) soll Liverpool wieder Stabilität verleihen. © APA/afp / PAUL ELLIS

Doch ein Selbstläufer wird für City die Meisterschaft heuer sicherlich nicht. Vizemeister Manchester United hat sich in den vergangenen Jahren unter Ole Gunnar Solskjær kontinuierlich entwickelt. Zudem wurde die Offensive mit Dortmunds Flügelflitzer Jadon Sancho (85 Mio. Euro Ablöse) verstärkt. Noch stärker ist vielleicht noch der FC Chelsea einzuschätzen. Die Londoner haben seit der Amtsübernahme von Thomas Tuchel in die Erfolgsspur zurückgefunden und kürten sich im Mai gar zum Champions-League-Sieger. Mit Romelu Lukaku (er kam für 115 Mio. Euro von Inter) wurde ein echter Top-Stürmer dazugeholt. Viele Experten rechnen auch mit einem wiedererstarkten FC Liverpool. Beim Meister von 2019/20 kommt Virgil van Dijk nach seiner Kreuzbandverletzung zurück. Obendrein wurde mit Leipzigs (40 Mio. Euro Ablöse) ein neuer Innenverteidiger-Kollege verpflichtet.
Können Tottenham und Arsenal mithalten?
Hinter diesen 4 Mannschaften gibt es qualitätsmäßig ein leichtes Gefälle. Doch allen voran Leicester City ist wieder für eine Überraschung gut. Seit der Übernahme von Brendon Rodgers qualifizieren sich die Foxes regelmäßig für das internationale Geschäft und holten in der vergangenen Saison gar den FA-Cup. Tottenham und Arsenal werden es auf alle Fälle schwer haben, die Big 4 anzugreifen. Bei den beiden Nord-Londoner Vereinen ging die Entwicklung in den letzten Jahren stetig bergab. Während Arsenals Trainer Mikel Arteta immer wieder mit den Launen seiner vermeintlichen Star-Spieler wie Pierre-Emerick Aubameyang kämpft, müssen die Spurs jetzt auch noch den Abgang von Aushängeschild Kane fürchten. Sowohl Tottenham und Arsenal werden es schwer haben, im Kampf um die Champions League einzugreifen. Bei den Spurs hängt vieles davon ab, wie Kane bei einem Abgang ersetzt werden sollte, zumal in den neuen Trainer, Nuno Espirito Santo (er war zuletzt bei den Wolves), große Hoffnungen gesteckt werden.

Declan Rice stand mit England im EM-Finale und ist der große Star von West Ham United. © Shutterstock / Jed Leicester/Shutterstock

Im vorderen Tabellenmittelfeld sind von der Qualität her folgende Teams einzuordnen: West Ham, Leeds, Everton und Aston Villa. West Ham qualifizierte sich in der abgelaufenen Saison sensationell für die Europa League und kann wohl auch in der neuen Saison auf Mittelfeld-Abräumer Declan Rice setzen. Somit ist den Hammers wieder eine solide Saison zuzutrauen, genauso wie Everton. Bei den Toffees wurde Carlo Ancelotti, der zu Real Madrid ging, durch einen anderen bekannten Trainer ersetzt: Rafael Benitez. Auch Aston Villa ist heuer wieder einiges zuzutrauen – auch, wenn Aushängeschild und Kapitän Grealish den Verein verlassen hat. So haben die Villians in der laufenden Transferperiode bereits 105 Mio. Euro ausgegeben, um den Grealish-Abgang zu kompensieren. Neben Villa stand auch Leeds in der Vorsaison für Offensivfußball. Die Mannschaft von Trainer-Ikone Marcelo Bielsa wird auch heuer nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Wer steigt ab?
Für Southampton, Wolverhampton, Crystal Palace Newcastle, Brighton und Burnley gilt die Devise: Safety first. Die Wolves müssen sich nach der durchwachsenen letzten Saison erst wieder unter dem neuen Trainer rehabilitieren, haben aber mit Ruben Neves oder Adama Traore gute Spieler in ihren Reihen. Southampton muss heuer auf die Tore von Danny Ings verzichten, der zu Aston Villa ging. Die Saints haben aber mit Ralph Hasenhüttl einen guten Trainer an der Seitenlinie. Newcastle und Brighton wollen sich weiter in der Premier League etablieren, wobei die Magpies den guten alten Zeiten zurücktrauern. Doch dafür fehlt aktuell das große Geld. Crystal Palace setzt auf der Trainerbank künftig auf Arsenal-Legende Patrick Vieira. Die Londoner um Stürmer-Star Wilfried Zaha wollen wieder eine ruhige Saison spielen. Burnley wird eigentlich jedes Jahr als Abstiegskandidat gehandelt, doch den Clarets kann in Sachen Kampfkraft niemand etwas vormachen.

Somit bleiben die Aufsteiger Watford, Norwich und Brentford als die größten Abstiegskandidaten übrig. Sie werden wohl mit Newcastle, Burnley und Brighton um den Klassenerhalt kämpfen. Besonders eng dürfte es für Brentford werden. Norwich ist dagegen einiges zuzutrauen. Die Mannschaft des deutschen Trainers Daniel Farke stieg in überlegener Art und Weise auf und hat im Sommer junge, hungrige Spieler dazugeholt.

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