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Mario Balotelli wurde am Mittwoch in Marseille vorgestellt. © APA/afp / BORIS HORVAT

Balotelli bei Marseille mit speziellem Vertrag ausgerüstet

Der italienische Skandal-Profi Mario Balotelli wurde am Mittwoch als neuer Spieler von Olympique Marseille vorgestellt. Dabei wissen die Verantwortlichen des französischen Traditionsvereines offenbar genau, auf was sie sich bei der Verpflichtung des Stürmers eingelassen haben.

Es soll ein kompliziertes Vertragswerk gewesen sein, das der umtriebige Berater Mino Raiola für seinen berühmten Klienten Mario Balotelli ausgehandelt hat. Sogar Prämien für „gebührliches Verhalten“ gegenüber Fans, Mitspielern und Schiedsrichtern - eigentlich eine Selbstverständlichkeit im Angestelltenverhältnis - soll es für den italienischen Angreifer bei seinem neuen Klub Olympique Marseille geben.

Es ist eine Zusammenarbeit auf Probe, angelegt zunächst auf sechs Monate, garniert mit einem stattlichen Gehalt, das laut Medienberichten zwischen 2 und 3 Millionen Euro liegen soll. Balotelli, der am Mittwoch den Medizincheck absolvierte, ist nach zähem Ringen nun der lange gesuchte Angreifer bei OM.

Balottelli spielte unter Viera keine Rolle mehr
Stolze 43 Tore erzielte er in den zwei Spielzeiten zuvor beim OSG Nizza. Im Sommer ging Ex-Trainer Lucien Favre nach Dortmund, und Balotelli kam zwei Wochen zu spät mit Übergewicht aus dem Urlaub - was den Neo-Coach Patrick Viera erzürnte. Nicht ein Tor war ihm in dieser Saison vergönnt. Von seinem entnervten Trainer Vieira, dem Weltmeister von 1998, ist der 28-Jährige bereits seit Anfang Dezember nicht mehr berücksichtigt worden. Wie eigentlich immer in Balotellis Karriere endet ein Vertrag vorzeitig - mit entsprechenden Nebengeräuschen.
Marseille-Trainer: „Es ist unmöglich, dass er am Wochenende spielt“
Nun also Marseille. Schon in der Sommerpause hatten beide Klubs zwei Monate über einen Wechsel verhandelt. Jetzt soll der Stürmer die Saison retten. Der Rückstand zum Zweiten OSC Lille, dem nächsten Gegner am Freitag, beträgt bereits neun Zähler. Einen Geniestreich Balotellis an diesem Wochenende wird es aber nicht geben. „Er wird uns verstärken, aber er hat lange nicht gespielt. Es ist unmöglich, dass er gegen Lille spielt“, sagte Trainer Rudi Garcia.

Autor: dpa/dl

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