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Kylian Mbappe wird von Real Madrid umworben. © ANSA / CHRISTOPHE PETIT TESSON

„Illegal“: PSG attackiert Real wegen Mbappe

Real Madrid intensiviert sein Werben um den französischen Superstar Kylian Mbappe von Paris Saint-Germain, hat sich aber eine Abfuhr eingefangen. Dazu wurde der spanische Rekordmeister von PSG-Sportdirektor Leonardo heftig kritisiert.

Leonardo bestätigte dem französischen Sender RMC Sport am Mittwoch zwar ein Angebot für den 22-Jährigen, das laut des Senders, der spanischen Zeitung Marca und weiterer übereinstimmender Medienberichten bei 160 Millionen Euro liegen soll.


„Wir haben verbal Nein gesagt“, betonte Leonardo in einem Interview, in dem er auch die Summe in etwa bestätigte. Das Angebot sei noch sehr weit entfernt von dem, was Mbappe heutzutage wert sei und weniger als das, was PSG einst für ihn bezahlt habe. Zudem erhalte dessen ehemaliger Club AS Monaco einen Teil des Geldes. Leonardo machte klar, dass der französische Vizemeister Mbappe halten wolle und ihm zwei Angebote gemacht habe.

PSG spricht ein Machtwort
Man halte allerdings auch niemanden zurück. „Wir werden niemanden zwingen, zu bleiben. Aber wenn jemand gehen möchte, passiert das zu unseren Bedingungen“, erklärte der Brasilianer. Er betonte jedoch: „Man kann nicht in der letzten Woche des Transferfensters unsere Pläne ändern.“

Nur zwei Wochen nach dem Wechsel des Argentiniers Lionel Messi zu PSG ist fraglich, ob damit der nächste Transfer eines Superstars im europäischen Fußball näher rückt. Ein neues PSG-Angebot über einen Fünfjahresvertrag mit 50 Millionen Euro Gehalt pro Saison soll Mbappe abgelehnt und auch den Club-Bossen seinen Wechselwunsch mitgeteilt haben, hieß es. Der Vertrag von Mbappe läuft im Sommer 2022 aus, er könnte dann ablösefrei den Club verlassen.
„Kylian Mbappe hat Lust zu gehen, das scheint mir klar.“ PSG-Sportdirektor Leonardo

„Kylian Mbappe hat Lust zu gehen, das scheint mir klar“, sagte Leonardo. Man habe aber nie die Tür für einen Abschied geöffnet. Mbappe habe versichert, er werde niemals umsonst gehen. Laut Marca hat Real-Präsident Florentino Perez das Angebot in Höhe von 160 Millionen Euro als angemessen bezeichnet für einen Spieler, dessen Vertrag ausläuft. Perez hofft, dass sein Traum von der Verpflichtung Mbappes noch in diesem Sommer vor dem Ende des Transferfensters am 31. August wahr wird.
Heftige Real-Kritik von Leonardo
Leonardo attackierte Real dafür heftig: Der Club mache eine Woche vor Schluss der Transferperiode ein Angebot und wolle eigentlich eine Ablehnung, um Mbappe zeigen zu können, dass man alles versucht habe, und dann für das nächste Jahr verhandeln.
„Es sieht nach einer Strategie aus, ein Nein von uns zu bekommen.“ Leonardo

„Es sieht nach einer Strategie aus, ein Nein von uns zu bekommen. Jetzt warten sie ein Jahr, bis er ablösefrei ist. Real verhält sich seit zwei Jahren so. Das ist falsch, sogar illegal, denn sie haben den Spieler kontaktiert. Jetzt – kurz vor Ende des Transferfensters – schicken sie ein Angebot. Sie wollen eine Absage, um Kylian zu zeigen, dass sie alles versucht haben, um dann die Verhandlungen für das nächste Jahr aufzunehmen“, sagte Leonardo.

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