
Nach dem Spiel kam es zu Tumulten. © Franz Schradinger / Social Media
Randale und Festnahmen: Innsbruck-Spiel artet aus
Nach dem Westderby in der zweiten österreichischen Liga zwischen den Traditionsvereinen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg (0:1) im mit mehr als 16.100 Zuschauern ausverkauften Tivoli Stadion ist es zu Randalen gekommen.
17. Oktober 2026
Von: apa
Vor allem teils vermummte Wacker-Anhänger sorgten für Übergriffe – zunächst um das Stadion herum, dann in der Innenstadt. Fünf Personen wurden festgenommen – zwei wegen des Verdachts des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und drei wegen Raufhandels. Dies teilte die Polizei am Samstag in einer „vorläufigen Bilanz“ mit. Zudem gab es neun kurzzeitige Verwaltungsfestnahmen.
Insgesamt 21 Anzeigen wegen Anstandsverletzungen, Ordnungsstörung, aggressiven Verhaltens bzw. wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot wurden erstattet, hieß es. Eine Person wurde im Zuge einer Rauferei in der Innenstadt verletzt, sagte Polizeisprecher Stefan Eder zur APA. Der Mann wurde in die Innsbrucker Klinik eingeliefert. Es handelte sich bei der Person weder um einen Anhänger noch einen Polizisten. Über Sachschäden war der Exekutive indes vorerst nichts bekannt.
Nach dem Spielende hatten mehr als 150 überwiegend vermummte Fans des unterlegenen FC Wacker einen Begrenzungszaun der östlich des Stadions gelegenen Sportanlage durchbrochen – offensichtlich um die Gästefans anzugreifen. Dabei wurden unter anderem Feuerwerksraketen in Richtung der eingesetzten Polizisten sowie der Gästefans abgeschossen. Nur durch ein konsequentes Einschreiten hätten weitere gewalttätige Angriffe verhindert werden können, wurde betont. Die Polizisten mussten Pfefferspray und Stöcke einsetzen.
Krawalle in Innenstadt
Danach verlagerten sich die Krawalle zwischen den Anhängern der beiden Vereine in die Innenstadt. Auch dort sei es zu „gewalttätigen Konfrontationen, Raufhandel und Widerständen gegen einschreitende Polizeibeamte“ gekommen, teilte die Landespolizeidirektion mit.Das Westderby galt als sogenanntes Hochrisikospiel. Bis zu 600 Polizeibeamte wurden aufgeboten. Vor dem Spiel war es auch zu Fanmärschen beider Lager gekommen.
Zu einem äußerst unschönen Vorfall kam es übrigens auch im Stadion. Salzburg-Trainer Christian Schaider wurde offenbar unmittelbar nach Spielende von einem Kind ein Becher ins Gesicht geworfen. Bei Schaider war eine Verletzung an der Nase zu erkennen. „Wenn Kinder im Stadion dem Trainer einer Gästemannschaft einen Becher ins Gesicht schmeißen, dann ist irgendwas falsch in unserer Gesellschaft. Das hat am Fußballplatz nichts verloren. Da müssen die Kinder anders erzogen werden“, erklärte der Salzburg-Coach im ORF-Interview.
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