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José Mourinho legte eine furiose Pressekonferenz hin. © ANSA / DANIEL GONZALEZ

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José Mourinho legte eine furiose Pressekonferenz hin. © ANSA / DANIEL GONZALEZ

Zorn und Spott: Mourinho mit legendärem Wut-Auftritt

Der denkwürdige Auftritt von José Mourinho bei einer Pressekonferenz erinnert an die einstigen Zeiten des Trainer-Stars bei den Königlichen. Der Aufschrei in der spanischen Presse ist groß.

„Der alte Mourinho ist zurück“, schrieb Mundo deportivo umgehend: „Es hat sieben Ligaspiele und ein Champions-League-Spiel gedauert, bis er wieder an den erinnerte, als Real Madrid 2013 verlassen hatte.“


Mourinho hatte in der Pressekonferenz nach der 1:2-Pleite von Real im brisanten Madrider Stadtduell bei Atlético heftig gegen die Referees gewettert – und das auf seine spezielle Weise. Bei der Frage nach dem Schiedsrichter hielt der 63-Jährige kurz inne, verschränkte die Arme und präsentierte dann ein DIN-A4-Blatt. Darauf abgebildet: zwei Spielszenen.


„Die Geschichte der Partie ist hier“, sagte Mourinho, verzog leicht den Mund und hob die Augenbrauen. Es waren Fotos von Szenen, für die die beteiligten Spieler von Atlético die Rote Karte hätten bekommen müssen – so die Meinung des Portugiesen.

Der „arme Kerl“

Schiedsrichter Miguel Ángel Ortiz Arias und sein Gespann hatten das aber nicht so gesehen. Stattdessen hatte Reals Innenverteidiger Dean Huijsen wegen einer Notbremse Rot nach Videobeweis gesehen.
„Das Ganze war sehr seltsam“ Real-Trainer José Mourinho

Der Schiedsrichterausschuss könne sich freuen, sagte Mourinho. „Denn das Ganze war sehr seltsam.“ Ortiz Arias sei ein „armer Kerl“, der mit dem Druck nicht klargekommen sei, befand der Coach, der vom Sommer 2010 an schon mal drei Jahre Real trainiert hatte und vor dieser Saison zu den Königlichen zurückkehrte.

Mourinhos „buddhistische Täuschung“

„Der altbekannte Mourinho ist wieder da: Schimpftirade gegen die Schiedsrichter, Liste der Missstände, Erklärungen für die Presse...“, schrieb danach das Sportblatt Marca. Und Sport befand: „Mourinho hat bereits die buddhistische Täuschung offenbart, mit der er nach 13 Jahren nach Madrid zurückgekehrt war.“

José Mourinho legte sich im Madrider Derbys mit den Schiris an. © ANSA / Ballesteros

José Mourinho legte sich im Madrider Derbys mit den Schiris an. © ANSA / Ballesteros


Nach dem totalen Debakel im Derby habe er „die alte Streitaxt gegen die Schiedsrichter wieder ausgegraben. Ein Mantra, das der weiße Club in den letzten Jahren genutzt hat, um seine verschiedenen Krisen zu verschleiern. Nebenbei griff er auf ein altes Requisit zurück: die Fotokopien“, hieß es weiter bei Sport.

In der Tabelle rutschte Real hinter dem verlustpunktfreien FC Barcelona und Atlético sowie Real Betis Sevilla auf Rang vier ab. Sechs Punkte trennen die Königlichen bereits von Platz eins.


SPGUVTVP
1. FC Barcelona770031:721
2. Atlético Madrid751116:716
3. Betis Sevilla75119:716
4. Real Madrid750218:815
5. Sevilla FC741210:913
6. CD Alavés732211:611
7. Dep. La Coruña724110:810
8. Real Sociedad73139:1310
9. Villarreal CF722313:128
10. Athletic Bilbao62227:68
11. Getafe CF72234:78
12. Rayo Vallecano722311:168
13. CA Osasuna72236:138
14. Celta Vigo71428:67
15. Espanyol721410:107
16. Racing Santander721411:217
17. Levante UD61238:125
18. Elche CF712411:175
19. Valencia CF71154:134
20. Málaga CF70343:123

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