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Schmährufe gegen Roman Zozulya. © APA/afp / PATRIK STOLLARZ

Zozulya als „Nazi“ beschimpft: Spiel abgebrochen

Ungewöhnlicher Spielabbruch in Spaniens 2. Liga: Weil die Heimfans den ukrainischen Fußball-Profi Roman Zozulya als „Nazi“ schmähten, wurde das Duell zwischen Rayo Vallecano und Albacete am Sonntagabend vorzeitig beendet.

Die spanische Liga teilte mit, sie unterstütze die Entscheidung von Schiedsrichter Jose Antonio Lopez Toca, die Begegnung nach der torlosen ersten Halbzeit nicht wieder fortzusetzen.

Rayo-Fans verhinderten 2017 Transfer
Zozulja war im Sommer 2017 von Betis zu Rayo Vallecano transferiert worden. Nach Protesten der linksgerichteten Fans des Madrider Vorortklubs wurde die Leihe aber umgehend wieder beendet. Zozulya soll rechtsgerichtete, paramilitärische Gruppen in seiner Heimat unterstützt haben. Er sei allerdings kein Nazi, betonte der 30-Jährige in einem Interview, „ich unterstütze nur mein Land“. Allerdings kursieren in den sozialen Medien Bilder, die Zozulya zumindest in die Nähe von rechtsradikalen Organisationen bringen.

Die Schmähungen hörten trotz Warnungen vor einem drohenden Spielabbruch über Stadionlautsprecher nicht auf. Nach dem Vorfall soll der Spieler in der Kabine geweint haben und „völlig zusammengebrochen“ sein, berichtete Albacetes Vizepräsident Victor Varela. TV-Bilder zeigen Zozulya jedoch, wie er die Anhänger auf dem Weg in die Umkleide noch herausforderte. Rayo-Präsident Raul Martin Presa sprach von einem „traurigen Abend für Rayo und den Sport“.

Rückendeckung erhielt Zozulya sogar vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der ihn am Montag bei Facebook als „coolen Fußballprofi und echten Patrioten“ bezeichnete und versicherte: „Die ganze Ukraine unterstützt Sie.“

Autor: sid

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