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Am Montag sprach Gabriele Gravina von einem Sieg des Fußballs, am Dienstag ist der FICG-Chef bereits harscher Kritik ausgesetzt. © ANSA / Riccardo Antimiani

Italien motzt über Fußball-Beschluss: „Eine Ohrfeige“

Kaum 24 Stunden nachdem der FIGC-Kongress zu Ende gegangen ist, echauffiert sich halb Italien über die Entscheidungen des Fußballverbandes. Vor allem jene Klubs, die absteigen müssen, schäumen vor Wut.

Während die Serie-D-Absteiger bereits vor der Verbandsratssitzung einen Rekurs angekündigt hatten ( hier geht’s zumSportNews-Bericht), fliegen jetzt auch in der Serie C die Fetzen. Zum Beispiel in Rimini, wo die Ausgangslage besonders kurios ist. Der Verein muss auf direktem Weg in die Serie D absteigen – und das obwohl Rimini genauso viele Punkte gesammelt hat, wie Konkurrent Fano. Auch die erzielten und kassierten Treffer sind identisch, doch das direkte Duell gibt den Ausschlag zu Gunsten der Marken, die somit das Abstiegs-Playoff gegen Ravenna bestreiten dürfen.

>>> So geht es in der Serie C weiter: Der Bericht. <<<

Weil Rimini das Rückspiel gegen Fano noch daheim ausgetragen hätte und noch elf weitere Spieltage ausständig waren, will der Verein den Abstieg nicht akzeptieren. Aus Protest gegen die Entscheidung hat Klub-Präsident Giorgio Grassi sein Amt niedergelegt: „Ich trete zurück, denn diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht.“

Unmut über die Abstiegs-Playoffs
Unzufrieden zeigt sich auch Picerno, das im Südkreis der Serie C spielt. Der Verein aus Basilikata, der die erste Drittligasaison seiner Geschichte absolvierte, muss die Abstiegs-Playouts bestreiten. Große Freude hat der Verein damit offenbar nicht, denn es wurde bereits ein Rekurs angekündigt.
„Und das alles, damit einige Vereine ein bisschen Geld sparen?“
Alessandro Marino, Olbia-Präsident

Auch Olbia-Präsident Alessandro Marino ist alles andere als begeistert vom Abstiegs-Playout. In einem Twitter-Beitrag offenbarte der Sarde seinen Unmut über die FIGC-Entscheidung. „12 Klubs werden gezwungen, sich den Abstieg in zwei anstatt 13 Partien auszuspielen. Und das alles nur, damit andere Vereine ein bisschen Geld sparen? Das muss diese berühmte sportliche Fairness sein...“, so Marino. Olbia trifft im Playout der Gruppe A auf Giana Erminio, dessen Trainer Cesare Albè ebenfalls ein anderes Saisonende präferiert hätte: „Wir hätten ruhig weiterspielen können, so wie es auch die Serie A macht.“
Serie A fordert Autonomie
Auch aus der Serie A gibt es viel Kritik. Weil die Liga vom Verband überstimmt wurde ( hier geht’s zumSportNews-Bericht), fordern einige Klubs jetzt Autonomie bei solchen Entscheidungen. Inter-Boss Giuseppe Marotta nennt die FIGC-Entscheidung eine „Ohrfeige“ und will, dass die Serie A sich künftig selbst verwaltet – immerhin würde sie auch das meiste Geld in den Verband bringen. Als Vorbild soll die Premier League dienen, so Marotta.

Autor: cst

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