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Greift der Europameister 2030 die WM im eigenen Land an? © APA/afp / LAURENCE GRIFFITHS

Italien und Saudi-Arabien: WM 2030 mit zwei Gastgebern?

Saudi-Arabien soll sich laut übereinstimmenden Medienberichten um eine Austragung der WM 2030 gemeinsam mit Italien bemühen.

Das gemeinsame Austragen einer Fußball-Großveranstaltung wie die Europa- oder Weltmeisterschaft gilt schon seit langem nicht mehr als Tabu. Vor allem angesichts der 2026 anstehenden Aufstockung auf 48 Mannschaften und insgesamt 80 Spiele und die damit verbundenen finanziellen Hürden machen derartige Anliegen durchaus Sinn. Als Beispiel gelten hierbei die Weltmeisterschaften 2026, deren Lasten auf Mexiko, Kanada und die USA verteilt werden.


Nachdem bereits gestern von einem Interesse Italiens, die EM 2028 oder die WM 2030 im eigenen Land auszurichten, berichtet wurde, steht nun ein potentieller Ausrichtungspartner für den Europameister zum Gespräch. Laut dem britischen Sportmedium The Athletic soll Saudi-Arabien Interesse an einer Kooperation mit Italien bekundet haben.

Bisher habe man bereits mehrere Möglichkeiten analysiert. So waren unter anderem auch Ägypten und Marokko als mögliche Partner ausfindig gemacht worden. Zwar würde ein solcher Schritt geographisch Sinn machen und die afrikanische und asiatische Fußballkonföderationen miteinander verbinden, die infrastrukturellen Anforderungen seien aber für eine Ausrichtung eines solchen Großereignisses zu hoch für die beiden Länder.

Alte Geschäftspartner
Demnach würde ein Zusammenspiel mit einem europäischen Fußballland wie Italien auch finanziell deutlich mehr Sinn machen. Zwar hat Italien in seiner Geschichte bereits vier Turniere beheimatet, das letzte liegt mit der WM 1990 aber schon über 30 Jahre zurück. Vor allem die italienische Stadionlandschaft müsste für eine mögliche WM renoviert werden. Hierbei würde das angebotene saudische Investment ins Spiel kommen, welches bei einer etwaigen Kooperation im Raum stehen würde.

Italien und Saudi-Arabien arbeiten bereits in der Fußballwelt miteinander zusammen. Beispielsweise wird die alljährliche italienische Supercoppa bereits in saudischen Gefilden abgehalten. Ob es aber wirklich zu einer Kooperation der beiden Nationen kommen wird, bleibt abzuwarten. „Versuchen wir es zuerst bei der EURO, dann denken wir über das andere nach“, kündigte der italienische Verbandspräsident Gravina erst am Donnerstag an.

Schlagwörter: Fussball

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