
Kapitän Fabian Tait und der FC Südtirol überzeugten im Marassi-Stadion. © FCS
Kurz vor Schluss: Der Südtiroler Traum von San Siro platzt
Ist das ärgerlich! Der FC Südtirol muss sich nach einer starken Leistung bei Serie-A-Klub Genoa aus dem Pokal verabschieden. Somit kommt es nicht zum Traumduell mit Inter.
15. September 2026
Von: alexander foppa
Wenige Kleinigkeiten trennten den FC Südtirol vom erhofften Einzug ins Achtelfinale der Coppa Italia – und damit von einem Auftritt gegen Meister Inter im legendären San Siro. Stattdessen zog Genoa mit einem späten 1:0 in die nächste Runde ein.
Was bleibt vom bitteren Pokal-Aus? Eine starke Vorstellung des Zweitligisten, der den noch immer sieglosen Serie-A-Verein aus der Hafenstadt lange zappeln ließ, taktisch clever spielte und auch mit seiner Zweitvertretung die Anweisungen von Davide Possanzini umsetzen konnte.
„Ich bin stolz auf meine Jungs“ FCS-Trainer Davide Possanzini
„Deswegen bin ich stolz auf meine Jungs“, sagte Possanzini nach der ersten Pflichtspielniederlage als FCS-Trainer, „Sie haben eine tolle Leistung gezeigt – und das obwohl wir im Vergleich zum letzten Spiel zehn Wechsel im Team hatten. Am Ende war eine kleine Unaufmerksamkeit entscheidend.“
Der Coach des FCS gewährte Mattia Pellini, Lorenzo Anghelè und Eigengewächs Dhirar Brik die ersten Einsatzminuten überhaupt in dieser Saison. Zudem durften die drei Südtiroler Fabian Tait, Simone Davi und Federico Davi erstmals seit langem von Beginn an ran.
Genoa trifft erst in der 87. Minute
Der Underdog lief kaum Gefahr in Rückstand zu geraten – bis Genoa im Laufe der zweiten Halbzeit seine Stammkräfte und Neuzugänge rund um Ex-Nationalspieler Stephan El Shaarawy brachte. Erst drei Minuten vor dem Ende köpfte der eingewechselte Kapitän und Mexikos WM-Teilnehmer Johan Vásquez den Favoriten zum knappen Sieg.Die Highlights
| Gääähn | In der ersten Halbzeit hat der FCS alles im Griff. Die Folge? Genoa bleiben nur verzweifelte Distanzschüsse – wie jener von Amorim in der 41. Minute, den Keeper Plizzari zur Ecke pariert. Ansonsten tut sich wenig. |
| Davi links, Davi rechts | Die auffälligsten Spieler beim FC Südtirol sind die Davi-Brüder. Simone macht auf der linken Seite Dampf, Federico bringt sich rechts immer wieder gefährlich ein. So auch in der 49. Minute, als er an Genoas Austro-Keeper Stolz scheitert. |
| Das war knapp | Genoa bringt in der zweiten Hälfte gleich mehrere Stammkräfte, darunter auch den früheren Milan-Stürmer und 32-fachen Nationalspieler Stephan El Shaarawy. Das wirkt sich aufs Spiel aus: Meichtry kratzt mit einem Schuss ans Außennetz an der Führung (72.). |
| Wie bitter! | Ausgerechnet kurz vor Schluss, ausgerechnet nach einer guten FCS-Chance von Bjarkason, erzielt der Favorit das 1:0. Nach einem Eckball geht Federico Davi nicht hoch zum Kopfballduell, der eingewechselte Genoa-Kapitän Vasquez kann ungehindert einnetzen. |
| Alu zum Abschluss | Der eingewechselte Junior Traoré trifft in der Nachspielzeit aus 20 Metern den Außenpfosten. Es wäre das 2:0 für Genoa. Doch auch so gewinnt der Erstligist äußerst schmeichelhaft. |
Für Genoa geht die Pokalreise damit im Dezember weiter nach Mailand. Für den FC Südtirol dagegen heißt es: Mund abputzen und zurück in den Liga-Alltag! Dort gastiert die Possanzini-Elf am kommenden Sonntag als Tabellendritter (acht Punkte aus vier Spielen) bei Aufsteiger Arezzo.
Genoa CFC – FC Südtirol 1:0
Genoa (3-5-2): Stolz; Marcandalli, Otoa (80. Vasquez), Puczka; Drameh (61. El Shaarawy), Meichtry (81. Traore), Amorim, Baldanzi (68. Messias), Mitaj (61. Colombo); Wiafe, VitinhaTrainer: De Rossi
FCS (3-4-2-1): Plizzari; Pellini (73. Molina), Giorgini (46. Stabile), Veroli (83. Bjarkason); Federico Davi, Tait, Brik, Simone Davi; Burnete, Anghele (61. Zeroli); Mixtur (73. Okoro).
Trainer: Possanzini
Tor: 1:0 Vásquez
Zuschauer: 6.509
Coppa Italia, Achtelfinal-Paarungen:
Inter – GenoaBologna – Palermo
Monza – Milan
Cremonese – Como
Roma – Verona
Juventus – Sassuolo
Udinese – Atalanta
Napoli – Fiorentina
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